10.04.2008
Lanterna Futuri setzt aufKooperationslehrer
(DTPA/MT) GROSSHENNERSDORF: Vom 10. - 12. April 2008 treffen sich 23 deutsche, polnische und tschechische Lehrerinnen und Lehrer im Drei-Kulturen Haus Parada Niedamirów (Polen) zum zweiten Seminar der Fortbildungsreihe für Internationale Kooperationslehrer. Diese Qualifizierung wird vom trans- und interkulturellen Bildungsprojekt Lanterna Futuri angeboten und setzt sich aus vier Modulen zusammen, die aufeinander aufbauen. Ziel ist es, mit den internationalen Kooperationslehrern in den Schulen Verbindungspersonen zu haben, die engen Kontakt mit den Organisatoren von "Lanterna Futuri" und den beteiligten Schulen halten, dadurch den Austausch zwischen den Projektpartnern fördern sowie schulische und außerschulische interkulturelle Bildung miteinander verknüpfen. Im Januar kamen die Teilnehmenden bereits zu einem einführenden Treffen im Begegnungszentrum im Dreieck Großhennersdorf zusammen. Zweiter Baustein ist das Seminar im April.
In diesen drei Tagen werden die Teilnehmenden mit pädagogischen und methodischen Lernansätzen für die Arbeit in trans- und interkulturellen Schülerwerkstätten vertraut gemacht. Mit Unterstützung der Werkstattleiter, die in ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Lanterna Futuri einen Pool unterschiedlicher Methoden entwickelt haben, sollen die Lehrerinnen und Lehrer außerdem konkrete Modellwerkstätten konzipieren. Diese werden dann im dritten Modul der Fortbildungsreihe vom 25. – 31. Mai 2008 gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern praktisch umgesetzt. Den Abschluss der Qualifizierung bildet ein Auswertungstreffen im Juni 2008.
Seit dem Projektbeginn 2004 arbeitet Lanterna Futuri eng mit den Gymnasien in Herrnhut, Ceska Lipa und Kamienna Gora zusammen. An diesen Schulen gibt es bereits Internationale Kooperationslehrer. Die Lehrerinnen und Lehrer, die an der derzeitigen Fortbildung teilnehmen, sollen in Zukunft diese Funktion in zehn weiteren Schulen im Dreiländereck übernehmen, sobald die Kooperationsverträge zwischen Lanterna Futuri und den Schulen abgeschlossen sind. Für das trinationale Projekt bedeutet das eine Erweiterung ihres Werkstättenangebotes auf zwölf Schulen in Sachsen, Polen und Tschechien.
Das Projekt Lanterna Futuri wurde vom Begegnungszentrum im Dreieck e. V. Großhennersdorf, dem Drei-Kulturenhaus Parada Niedamirów und dem Euroregionalen Zentrum Lemberk ins Leben gerufen. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebens- und Lernbereiche in Deutschland, Polen und Tschechien wurde ein Modell erarbeitet, das es Schülern in der Grenzregion kontinuierlich ermöglicht, ihre individuellen Fähigkeiten zu entwickeln und somit die Qualität der schulischen Bildung zu erhöhen sowie den Abbau von Benachteiligung und die bessere Unterstützung von Begabungen der Schüler zu fördern.

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