05.04.2008
Deutsch-Tschechische Bildungskonferenz
(DTPA/MT) ALTENBERG: Sachsen und die Tschechische Republik wollen im Bildungsbereich intensiver zusammenarbeiten. Das erklärte der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Staatsminister Michael Sagurna, am 5. April während der Deutsch-Tschechischen Bildungskonferenz in Altenberg. Notwendig für eine bessere Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg sei es, falsches Konkurrenzdenken abzubauen, so Sagurna.
Aufgrund der Verschiedenheit der jeweiligen Bildungssysteme ist ein Austausch für Schüler, Auszubildende, Studierende und Lehrpersonal zwischen beiden Ländern bisher nur eingeschränkt möglich. "Hier müssen wir durchlässiger werden. Der mit dem demographischen Wandel einhergehende Fachkräftemangel wird insbesondere in den technischen Berufen auf beiden Seiten der Grenzen spürbar. Wir verlieren unseren gut ausgebildeten Nachwuchs an wirtschaftsstärkere Regionen. Deshalb wird es umso wichtiger, die Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft und Bildung in beiden Ländern enger zu verknüpfen", sagte Sagurna vor rund 100 sächsischen und tschechischen Jugendlichen, Firmen- und Vereinsvertretern während der Bildungskonferenz.
Diese wurde vom Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e.V. und dem Europäische Bewegung Sachsen e.V. ausgerichtet. Aus Sicht beider Länder erörterten die Teilnehmer Rahmenbedingungen für Ausbildung und Praktika im Grenzraum Sachsen/Tschechien sowie Anforderungen an Bewerber.
Derzeit exisitieren etwa 120 Schulpartnerschaften und 34 Hochschulbeziehungen zwischen Sachsen und Tschechien. An 24 sächsischen Schulen lernen im laufenden Schuljahr 2165 Schüler Tschechisch.

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