13.02.2008
Anerkennung schulischer Leistungen besprochen
(DTPA/MTL) MARKTREDWITZ: Über die Anerkennung in Deutschland erbrachter schulischer Leistungen durch tschechische Gymnasien berieten in Marktredwitz auf Einladung der EUREGIO EGRENSIS Vertreter des tschechischen Schulministeriuns, Konsul Ivo Losman vom Generalkonsulat der Tschechischen Republik in München, Vertreter der Bayerischen Staatskanzlei und der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Oberfranken Dr. Edmund Neubauer.
Ausgangspunkt ist das EUREGIO-EGRENSIS-Projekt "Bayerisch-Tschechisches Gastschuljahr", bei dem derzeit 26 Stipendiatinnen und Stipendiaten des Bayerisch-Tschechischen Gastschuljahres Gymnasien in Marktredwitz, Amberg, Bayreuth, Hof, Pegnitz, Selb oder Wunsiedel besuchen. Die tschechischen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten kommen überwiegend aus den grenznahen Städten Aš (Asch), Cheb (Eger), Mariánské Lázně (Marienbad), Sokolov (Falkenau), Ostrov (Schlackenwerth) und Tachov (Tachau).
Bislang erschweren unterschiedliche Lehrplaninhalte und Benotungssysteme in Deutschland und Tschechien eine Anerkennung der während des Gastschulaufenthaltes in Deutschland erbrachten Schulleistungen durch die tschechische Heimatschule. In der Regel müssen die tschechischen Schüler nach ihrer Rückkehr nach Tschechien bislang dort die Klasse wiederholen. Aufgrund der Wichtigkeit der Thematik für das deutsche und tschechische Bildungssystem nahmen an dem einmal pro Schulhalbjahr stattfindenden Erfahrungsaustausch zwischen bayerischen Gastgymnasien, den tschechischen Entsendeschulen und der EUREGIO EGRENSIS diesmal auch Konsul Ivo Losman, zwei Vertreter des Tschechischen Schulministeriums, ein Vertreter der Bayerischen Staatskanzlei und der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken im Auftrag des Kultusministeriums teil. Die Experten suchten nach Lösungen, eine Anerkennung schulischer Leistungen im Nachbarland zu ermöglichen bzw. diese zu erleichtern. Die anwesenden Vertreter verständigten sich darauf, dass alle gastgebenden bayerischen Gymnasien den tschechischen Gastschülern, die am "Bayerisch-Tschechischen Gastschuljahr" teilnehmen, am Schuljahresende ein Jahreszeugnis ausstellen, das im Gegensatz zu den Zeugnissen für bayerische Schüler allerdings keinen Vorrückungsvermerk enthält. Diese Vereinheitlichung bei der Zeugnisausstellung erleichtert den tschechischen Schulleitern nach Rückkehr der Gastschüler an die tschechische Heimatschule die Entscheidung über die Anerkennung der Einzelnoten.

Bild (von links): Ministerialrat Bertold Flierl (Bayerische Staatskanzlei), den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberfranken, Dr. Edmund Neubauer, Präsidentin der EUREGIO EGRENSIS AG Bayern, Dr. Birgit Seelbinder, den stellvertretenden Generalkonsul Ivo Losman vom Generalkonsulat der Tschechischen Republik in München, Mgr. Jindřich Fryč und Dr. Dagmar Švermová (beide vom Tschechischen Schulministerium, Abteilung Internationale Beziehungen) und Harald Ehm (Geschäftsführer der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern). Quelle: EUREGIO EGRENSIS
Bild zur Nachricht

Copyright © 2008 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!