31.01.2008
Löschwasser wird über die Grenze fließen
(DTPA/Ben) BREITENBRUNN/ POTUCKY: Knapp 3 Millionen Euro. So viel waren die Unterschriften wert, die am 31. Januar auf dem Breitenbrunner Rabenberg gesetzt wurden. Die beiden Vertragsparteien – die Wasserwerke Westerzgebirge GmbH und die tschechische Stadt Potucky – zeigten sich hocherfreut. Mit der Unterzeichnung wurde beschlossen, dass die Wasserwerke einen Teil von Potucky zukünftig mit Löschwasser versorgen sollen.
Wasserwerke-Geschäftsführer Dr. Frank Kippig: "Die Idee wurde schon vor einigen Jahren geboren. Es entstand ein gravierendes Problem, dass in Kleinpotucky nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht."
Die Gründe dafür sind simpel. Zum einen gibt es in dem Teil von Tschechien keine öffentlichen Wassernetze. Zum anderen existieren auf dem Erzgebirgskamm relativ wenige Seen und Teiche, die Löschwasser liefern könnten.
Dr. Frank Kippig: "Das gleiche Problem haben wir natürlich auch in der Sportstätte in Rabenberg, wo auch hier ein akutes Löschwasserproblem besteht. Wir hatten vom Verband her das Problem, dass die Trinkwasserversorgung nicht ausreichen ist."
Gefährdet war die Lösch- und Trinkwasserversorgung auf dem Rabenberg vor allem durch den maroden und überalterten Hochbehälter. Deshalb wird zunächst ein neuer, größerer und modernerer Hochbehälter gebaut. Von ihm aus werden anschließend Wasserleitungen bis nach Potucky verlegt.
Die Bauarbeiten werden zu 75 Prozent durch Fördermittel finanziert und beginnen noch in diesem Jahr. Spätestens 2010 will die Wasserwerke Westerzgebirge GmbH das Projekt abgeschlossen haben.
Vielleicht ist dann ja schon die nächste Unterschrift fällig. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Potucky sei so gut, dass man bereits über neue Projekte nachdenke.
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