10.01.2008
Baumann: An Grenze zu Böhmen ist es ruhig
(DTPA/MT) ERZGEBIRGE: In der Erzgebirgsregion ist durch den Wegfall der Grenzkontrollen keine erhöhte Kriminalität und keine Zunahme von Einreisen Illegaler festzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt der erzgebirgische Bundestagsabgeordnete Günter Baumann, der im Innenausschuss des Deutschen Bundestages für die CDU/CSU auch Sprecher für Fragen der Sicherheit ist. Weil verschiedene Presse- und Rundfunkmeldungen von einem massiven Anstieg von Einwanderungen Illegaler über die seit 21. Dezember 2007 offenen Grenzen nach Sachsen berichteten, hatte sich Baumann vor Ort über die aktuelle Lage in der Region sachkundig gemacht.
Am 7. Januar ließ er sich zunächst vom Leiter der Polizeidirektion Südwestsachsen in Zwickau Dieter Kroll informieren. Ergebnis: Für den Bereich von Zwickau bis zur tschechischen Grenze gibt es seit dem 21. Dezember 2007 keinen Anstieg der Kriminalität und auch keine Erhöhung der zu bearbeitenden Fälle durch Übergabe von der Bundespolizei.
Beim unangemeldeten Besuch von Günter Baumann bei der Bundespolizeiinspektion Oberwiesenthal in Schmalzgrube am 9. Januar informierten der Chef, Polizeirat Dr.Gunther Gade und die Polizeikommissare Björn Burghard und Uwe Zander über die aktuelle Lage. Fazit: Es gibt im Bereich dieser Inspektion keine erhöhten Aufgriffszahlen von Illegalen und keinen gravierenden Anstieg von festgestellten Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten. Seit 21.12.2007 sind 10 Personen aufgegriffen wurden, die nicht im Besitz notwendiger Aufenthaltspapiere waren. Ob dies Schleusungen, bewusste illegale Einreisen oder Unwissenheit war, müssen die eingeleiteten Ermittlungen ergeben.

Bild: Udo Koras, Eric Langklotz, Daisy Langer, Günter Baumann (v.l.n.r.) in der Leitzentrale in Schmalzgrube (Bildquelle: Büro Baumann)
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