27.12.2007
Ziel 3: Operationelle Programme genehmigt
(DTPA/MT) DRESDEN: Die Europäische Kommission hat die "Operationellen Programme" zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit von Sachsen, Tschechien und Polen genehmigt. Für die Ziel-3-Programme, dem Nachfolger des bisherigen Interreg III A, stellt die EU bis 2013 insgesamt 207,4 Millionen Euro für sächsisch-tschechische und 105 Millionen Euro für sächsisch-polnische Projekte zur Verfügung.
"Jetzt ist der Weg frei für die Entwicklung ganz konkreter gemeinsamer Projekte", so Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk. "Die EU hat die ‚Latte’ höher gelegt. Ich bin zuversichtlich, dass die Partner auch diese neue Herausforderung meistern werden. Die bisherige kreative und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren ist eine gute Basis."
Künftig werden nur noch Projekte gefördert, in die sich Partner beiderseits der Grenze gemeinsam einbringen. Sie planen, finanzieren oder realisieren ihr Vorhaben kooperativ oder setzen dafür gemeinsame Mitarbeiter ein. Zwei dieser vier Aspekte müssen mindestens erfüllt sein, damit das Projekt überhaupt gefördert werden kann. Zudem übernimmt ein Kooperationspartner als so genannter Lead Partner Verantwortung für die Umsetzung des gemeinsamen Projektes.
Als nächsten Schritt wird Sachsens Wirtschaftsministerium mit den jeweiligen Partnern in Polen und Tschechien die rechtlichen Grundlagen und binationalen Regelungen erarbeiten, um die Ziel-3-Programme mit den jeweils nationalen Förderverfahren und –inhalten abzustimmen. Die Gemeinsamen Technischen Sekretariate - angesiedelt bei der sächsischen Förderbank SAB in Dresden - wird die Förderanträge für alle drei Länder bearbeiten. "Tschechien und Polen haben uns damit großes Vertrauen entgegengebracht", dankte Minister Jurk den Nachbarn. Mitarbeiter aus den Nachbarstaaten werden in Dresden die gemeinschaftliche Umsetzung der Programme fachlich und sprachlich betreuen.
Das weit gefasste Spektrum der Förderinhalte beider Programme ermöglicht grenzübergreifende Projekte in den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Grenzregionen. Es reicht von der Infrastruktur über die wirtschaftliche Kooperation bis hin zu Kultur, Umwelt und Sicherheit. Im Programm Sachsen-Polen werden überdies die grenznahen Gebiete der Woiwodschaft Lebuser Land ins Fördergebiet einbezogen.
Das Ziel der Förderung ist es, eine ausgeglichene wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung in den Fördergebieten zu unterstützen und somit den Zusammenhalt in den Regionen zu stärken.
Anträge können nach Programmstart, der rechtzeitig bekannt gegeben wird, bei der SAB gestellt werden.

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