31.01.2000
Salzstraße Bestandteil der Verkehrsentwicklung
(DTPA) AUE: Zur Historie der Verkehrsentwicklung im Westerzgebirge sind zwei Broschüren erschienen. Herausgeber ist die Auer Beschäftigungsinitiative e.V. Der Leser erobert das Erzgebirge über alte Straßen und mit der Eisenbahn. Er erfährt Interessantes über das bestens organisierte Transportsystem der Wismut. Anschaulich werden die Broschüren durch unzählige alte Fotos.
Ein Kapitel ist einem der ältesten Handelswege gewidmet. Die Salzstraße, bekannt auch als böhmischer Steig, führte von Halle an der Saale über Zwickau und dem Erzgebirge bis nach Prag. Weshalb sich die Salzstraße entwickelte, erklären die Verfasser so: "Die frühzeitigen engen Beziehungen zwischen Böhmen und Sachsen wären nicht denkbar, wenn das Erzgebirge als eine undurchdringliche Waldwüste zwischen ihnen gelegen wäre. Es mußten schon lange vorher Verbindungswege bestanden haben,..." Und weiter heißt es: "Böhmen war ein fruchtbares und mit Rohstoffen überreich versehenes Land. Das böhmische Volk hatte deshalb in der Vorzeit kaum Veranlassung gehabt, durch Handel von seinen Nachbarn sich fehlende Lebensmittel oder Waren zu beschaffen. Nur ein wichtiger Stoff war dem Lande in kargster Weise zugemessen - ein Mineral, dessen Mangel in der Geschichte zu bedeutsamen Völkerverschiebungen und Kämpfen geführt hat - das Salz."
Erhältlich sind die Broschüren "Informative und unterhaltsame Betrachtungen zur Verkehrsentwicklung im Westerzgebirge" für je 4,90 DM.

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