17.12.2007
Neues Streifenboot und Polizeizentrum
(DTPA/MT) HRENSKO: Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo und sein tschechischer Amtskollege Ivan Langer haben am 17. Dezember in Hrensko/Tschechien feierlich ein neues gemeinsames Wasserschutzpolizeiboot in Betrieb genommen. Anschließend haben Innenminister Buttolo, der Inspekteur der Bundespolizei und die Landespolizeipräsidenten vor Journalisten beider Länder das neue gemeinsame Polizeizentrum in Petrovice vorgestellt.
Das Streifenboot und das neue Polizeizentrum sind Bestandteil des 15-Punkte-Programms des sächsischen Innenministers im Zusammenhang mit dem Wegfall der Personenkontrollen an der EU-Binnengrenze zu Polen und Tschechien (Schengen) am 21.12. 2007.
Buttolo: "Wir begrüßen ausdrücklich den Gewinn an Freizügigkeit. Genauso nehmen wir die Befürchtungen, vor allem der grenznah wohnenden Bevölkerung, dass es steigende Kriminalität geben könnte, ernst."
Um die Sicherheit der Bürger wie bisher zu gewährleisten, habe das Innenministerium ein umfangreiches Maßnahmepaket geschnürt. Eine der Lage angemessene Präsenz der Landespolizei im grenznahen Raum wird beibehalten. Durch Fahndungsgruppen wird die Arbeit intensiviert. Zusätzlich werden verdachtsunabhängigen Kontrollen ausgebaut. Dazu erarbeiten die Polizeidirektionen und das Landeskriminalamt dienststellenbezogene Übersichten zu aktuellen Kontrollschwerpunkten für die Durchführung verdachtsunabhängiger Kontrollen.
Außerdem werden Automatische Kennzeichenlesesysteme, die polizeiliche Kontrollen bezüglich Personen- und Sachfahndung unterstützen, eingesetzt. Die Grundlage für dieses Fahndungssystem wird im Zuge der Novellierung des Sächsischen Polizeigesetzes geschaffen.
Deliktspezifische Erkenntnisse zum Zweck der Fahndung sowie taktische Hinweise sollen u.a durch zusätzliche Kooperationen schneller und aktueller verbreitet werden. Eine Informationsplattform optimiert eine abgestimmte Kräfteplanung und schafft Synergieeffekte.
Gleichzeitig wird die Sächsische Sicherheitswacht verstärkt in den Grenzgemeinden eingesetzt. Ein breites Informationsangebot für die Bevölkerung der grenznahen Regionen schafft u.a. Transparenz und Akzeptanz für notwendige Präventions- und Einsatzmaßnahmen bei der Bevölkerung des grenznahen Raumes. Unter anderem werden die Bürgerpolizisten in den grenznahen Dienststellen gesondert geschult.

Copyright © 2007 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!