07.12.2007
LINKE: Sachsen muss KARO wieder fördern!
(DTPA/MT) DRESDEN: Die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag hat einen Antrag "Prävention und Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen sowie des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung im tschechisch-deutschen Grenzgebiet" eingebracht.
Dr. Cornelia Ernst, innenpolitische Sprecherin: "Der 1994 gegründete gemeinnützige Verein KARO e.V. ist im tschechisch-deutschen Grenzgebiet in verschiedenen Projekten zur Zurückdrängung vor allem der Kinderprostitution tätig. Die Arbeit dieses Vereins ist deutschland- und europaweit anerkannt und konnte daher trotz des Wegfalls der jährlichen Förderung in Höhe von 170.000 Euro durch den Freistaat Sachsen im Jahr 2004 dank mehrerer Großspenden überleben. Diese Mittel sind jedoch nunmehr aufgebraucht, die Wiederaufnahme der Förderung von KARO e. V. ist daher unerlässlich. Ziel unseres Antrages ist die unverzügliche Wiederaufnahme der Förderung ab dem 1. Januar 2008.""
Dr. Cornelia Ernst hat sich vor fast acht Jahren erstmals vor Ort in Cheb an der Seite einer Sozialarbeiterin von KARO ein Bild von der Prostitutionsszene im tschechischen Grenzgebiet machen können. "Der sexuelle Missbrauch tschechischer Kinder durch deutsche, auch sächsische Freier, gehört zu den schlimmsten Abscheulichkeiten der gesellschaftlichen Realität in Mitteleuropa", so die Politikerin.

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