07.11.2007
Neuer Schwung für Drei-Länder-Region
(DTPA/MT) DRESDEN/ BRÜSSEL: Eine gemeinsame Willenserklärung zur künftigen Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet verabschiedeten 50 Vertreter der Initiative "Drei Länder – eine Region" aus Sachsen, Brandenburg, Nordböhmen und Westpolen im Beisein von EU-Vertretern am 6. November im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Brüssel. Diese Initiative wird getragen vom "Gesprächskreis Wirtschaftsförderung" in der Drei-Länder-Region. Den Anstoß dazu hatte die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) in ihrer Eigenschaft als ehemaliger Leadpartner des 2006 erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekts "Three Countries Innovation Push", kurz 3-CIP, gegeben. Das Treffen in Brüssel war zugleich das 6. Treffen des Gesprächskreises Wirtschaftsförderung.
"Während am selben Tag der Spatenstich für das letzte Teilstück für die Autobahn A17/D8 erfolgte, haben wir in Brüssel einen ideellen Spatenstich zum weiteren Zusammenwachsen Europas vorgenommen. Mit der Veranstaltung in Brüssel wollten wir dies gemeinsam vor EU-Vertretern demonstrieren", sagte Dr. Thomas Richter, bei der WFS zuständig für EU-Projekte. Der Leiter des Brüsseler Sachsen-Verbindungsbüros Wolf-Eberhard Kuhl begrüßte am Dienstag Vertreter der Generaldirektionen "Unternehmen und Industrie" und "Regio", der anderen Verbindungsbüros der beteiligten Regionen, Wirtschaftsförderer aus den böhmischen Bezirken Liberec und Ustí, aus den polnischen Woiwodschaften Dolnoslaskie, Lubuskie und Opolskie sowie von Kammern und Verbänden. Die am Ende des Tages verabschiedete Willenserklärung beinhaltet noch zu entwickelnde gemeinsame grenzüberschreitende EU-Projekte in der neuen Förderperiode 2007 bis 2013.
Die Initiative geht zurück auf das in Leadpartnerschaft der WFS geführte EU-Projekt 3-CIP. Die damals von der Wirtschaftsförderung Sachsen und der Zukunftsagentur Brandenburg entwickelte Internetplattform ist die interaktive und mehrsprachige Grundlage der weiteren Zusammenarbeit. Sie zielt ab auf Innovation, Beschäftigung, Entwicklung und Marketing in den Schwerpunktbranchen Automobilindustrie, Maschinenbau, Energie- und Umwelttechnik sowie Textilindustrie. Bereits existierende wirtschaftliche Beziehungen von Netzwerken und Unternehmen sollen einbezogen und erweitert werden. Ziel ist die Etablierung und Vermarktung einer starken Wirtschaftsregion im Herzen Europas mit wettbewerbsfähigen industriellen Clustern. In der Drei-Länder-Region leben 16 Millionen Einwohner auf 123.000 Quadratkilometern Fläche, wirtschaftlich ist die Region so stark wie beispielsweise Irland. Das gemeinsame Bruttoinlandsprodukt beträgt 190 Milliarden Euro. Eine Landkarte dieser Region hat die WFS soeben in neuer Auflage herausgebracht.

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