17.10.2007
Gemeinsame Ausbildung der Polizei
(DTPA/MT) MARIENBERG: Am 16.10.2007 schlugen die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge und die Kreisdirektionen Most und Chomutov der tschechischen Polizei ein weiteres Kapitel der bereits intensiven Zusammenarbeit im Rahmen des EU-Projektes INTERREG III A auf. In der Zeit von 08 Uhr bis 17 Uhr haben 110 deutsche und 50 tschechische Beamte von geschlossenen Einheiten gemeinsam die Bewältigung einer fiktiven polizeilichen Lage trainiert.
Die Ausbildung fand in wesentlichen Teilen auf dem Truppenübungsplatz "Drei Brüder Höhe" bei Marienberg statt, der durch die Bundeswehr zur Verfügung gestellt wurde. Insgesamt ca. 50 Beamte von Bundespolizei und Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 waren als sogenannte Störer eingesetzt.
Das angenommene Szenario der Ausbildungsmaßnahme ging von einem nicht genehmigten Konzert mit rechtsextremistischem Hintergrund aus, zu dem auch Besucher aus der tschechischen Republik angereist sind. Die Aufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, die Veranstaltung zu unterbinden, die friedliche Abreise der Konzertbesucher zu sichern und Straftaten zu verhindern.
Neben den polizeilichen Maßnahmen am "Veranstaltungsobjekt" gehörte auch die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Raum Marienberg durch Streifentätigkeit und die Einrichtung von Kontrollstellen an Ausfallstraßen zu den Aufgaben der Einsatzkräfte. Das Szenario sah weiter vor, dass ein Fahrzeug eine der Kontrollstellen durchbricht und über die Grenzübergangsstelle Reitzenhain in die tschechische Republik flüchtet.
Im Zusammenwirken der Polizeidienststellen beiderseits der Grenze war die Verfolgung dieses flüchtigen Fahrzeuges über Ländergrenzen hinweg und die Festnahme der Insassen zu organisieren.
Polizeidirektor Christian Ott, Leiter der Inspektion Prävention / Zentrale Dienste der PD Chemnitz-Erzgebirge und verantwortlich für diese Ausbildungsmaßnahme schätzte zum Ende des Tages ein, dass die oben geschilderten Aufgaben gemeistert und damit das Ausbildungsziel erreicht wurden. Die detaillierte Auswertung wird in den nächsten Tagen erfolgen und sicher noch diesen oder jenen kleineren "Klemmer" ans Tageslicht holen, den es auszumerzen gilt.
Alles in allem war es aber ein erfolgreicher Tag, der nicht nur zum Ausbildungsziel führte, sondern auch Dienststellen und die Menschen, die dort arbeiten, einander noch ein Stückchen näher brachte.
Im Namen der Leiter der beteiligten Polizeidienststellen bedankte sich Polizeidirektor Ott bei allen Einsatz- und Unterstützungskräften für die engagierte Arbeit und verwies mit Blick auf das in wenigen Wochen wirksam werdende Schengen-Abkommen auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Polizeien beider Länder im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung beiderseits der Grenze.

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