11.10.2007
Verschwundenes im Erzgebirge wiederentdeckt
(FM) BREITENBRUNN: Die Wanderausstellung "Das wiederentdeckte Erzgebirge" ist nach Breitenbrunn weitergezogen. Die vergleichenden Fotos, die der Prager Kulturwissenschaftlers Petr Mikšíček zusammengetragen hat, strahlen auf den Beobachter eine bedrückende Enge aus. Nicht nur, weil die beiden Ausstellung-Zimmer im Haus des Gastes etwas zu klein sind, sondern weil die Bilder das Schicksal einer Gruppe von Menschen heute vielleicht noch mehr als früher so bildhaft offenbaren. Rund drei Millionen Deutsche mussten nach 1945 ihre Heimat im tschechischen Grenzgebiet verlassen; ganze Orte verfielen oder wurden liquidiert. Mikšíčeks Sammlung zeigt Regionen des Grenzgebietes zumeist um 1935 und aus dem gleichen Blickwinkel rund 70 Jahre später.
Mittlerweile wächst auch in Tschechien die Einsicht, dass im Zuge der Vertreibung Fehler gemacht worden sind. "Das wiederentdeckte Erzgebirge" mag mit seinen bewegenden Zeitzeugnissen einen Beitrag dazu gleistet haben.
Bild zur Nachricht

Copyright © 2007 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!