04.10.2007
Otto- Wagner- Ausstellung
(DTPA/MTL) JIHLAVA/IGLAU: Mit der Ausstellungseröffnung "Otto Wagner in Fotografien von Walter Zednicek" werden an der Polytechnischen Hochschule in Jihlava (Iglau) im Rahmen der im Mai d.J. gestarteten Österreichischen Kulturtage in Jihlava die bedeutendsten Bauten von Otto Wagner auf Fotografien des österreichischen Fotografen Walter Zednicek präsentiert. Bis jetzt hat man im Rahmen der Kulturtage in Iglau die Ausstellung "Sigmund Freud - die Enthüllung des 21. Jahrhunderts" und die Ausstellung "Egon Schiele & Gustav Klimt" gezeigt, die Zertifikate des Österreichischen Sprachdiploms an die Schüler der Iglauer Volks- und Hauptschulen übergeben und den Fachvortrag mit Buchpräsentation "Die Kramolin - Saga" veranstaltet.
Für diese Wagner - Ausstellung hat Walter Zednicek versucht, Otto Wagners Bauten so zu fotografieren, wie sie Wagner sehen wollte. Otto Wagners Bedeutung geht aber weit über seine eigene Arbeit hinaus in seiner Bedeutung als Lehrer. Seine Mitarbeiter und Schüler haben seine Baugesinnung in ganz Mitteleuropa weitergetragen und weiterentwickelt, eine ganze Reihe davon auch in Tschechien, weil sie aus den "böhmischen Kronländern" kamen: Josef Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Adolf Loos, Jan Kotěra, Leopold Bauer, Hans Kestranek, Alois Ludwig und Hubert Gessner.
Für das Iglauer Publikum sind zwei Wagner - Schüler und zugleich zwei weltbekannte Architekten von besonderer Bedeutung: Josef Hoffmann und Adolf Loos. Hoffmann wurde in nahe gelegenem Pirnitz (heute Brtnice) geboren, die Eltern von Loos kamen direkt aus Iglau. Beide - Loos und Hoffmann - haben am Iglauer deutschen Gymnasium studiert und beide blieben durch ihr weiteres Studium in Brünn und Wien, ihr Schicksal und Karriere, weiterhin eng miteinander verbunden.
Der österreichische Architekt Otto Wagner baute für seine Zeit mit sparsamerer Ornamentik konstruktiv, funktional und materialbestimmt. Sein bekanntestes Bauwerk ist das k. und k. Postsparkassenamt in Wien (1904–1906), das durch technische Neuerungen - eine Marmorverkleidung außen und ein tonnengewölbtes Glasdach sowie einen Fußboden aus Glas innen - bestimmt wurde.
Die Wagner - Ausstellung bleibt noch bis zum 31.Oktober in der deutschsprachigen Bibliothek der Polytechnischen Hochschule der Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist frei.

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