05.07.2001
Tschechische Sieger im "Budweiser"-Streit
(DTPA) MÜNCHEN: Der amerikanischen Braugigant Anheuser-Busch unterliegt vor einem deutschen Gericht im Streit um die Marke "Budweiser". Soeben publizierte der 29. Zivil-Senat des Oberlandesgerichts (OLG) München eine Entscheidung im Markenstreit zwischen Anheuser-Busch, der weltgrößten Brauerei, und Budweiser Budvar, der böhmischen Traditionsbrauerei aus Ceske Budejovice (Budweis). Nach dieser Entscheidung bleibt es dem amerikanischen Braukonzern weiterhin verwehrt, sein Bier der Marke "Budweiser" in Deutschland zu verkaufen. Das OLG bestätigte damit das Urteil des Münchner Landgerichts (LG) vom 6. Juli 2000, das die alleinigen Markenrechte an der Marke Budweiser in Deutschland den tschechischen Brauern zusprach. Revision gegen des Urteils ist jetzt beim Bundesgerichtshof (BGH) möglich.
Jiri Bocek, Generaldirektor des Staatsunternehmens Budweiser Budvar, über den erneuten Erfolg: "Wir freuen uns, dass das OLG in einem unserer wichtigsten Märkte die historisch gewachsene Bedeutung unserer Marke anerkennt und damit einen Trend fortsetzt, den wir gegenwärtig in vielen west- und osteuropäischen Ländern erleben."
Anheuser-Busch wollte mit seiner Klage vor dem LG und im anschließenden Berufungsverfahren erreichen, dass der auf die böhmische Brauerei eingetragene Markennamen Budweiser gelöscht und so für den amerikanischen Braukonzern frei wird. Damit stünde eine in Deutschland überaus bekannte und beliebte Marke vor dem Aus. Immerhin nimmt das tschechische Premiumlager in Deutschland Rang drei auf der Liste der Importbiere ein.

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