24.09.2007
Dringender Handlungsbedarf bei Wegen
(DTPA/MT) CHEMNITZ: Die Tschechische Republik wird voraussichtlich zum 01.01.2008 dem Schengener Abkommen beitreten. Damit werden die stationären Grenzkontrollen an den sächsisch-tschechischen Übergängen aufgehoben. In Auswertung eines gemeinsamen Seminars "Böhmisch Sächsische Wege" der OHK Most und der IHK Südwestsachsen in Most zu den Auswirkungen dieses Beitritts spricht sich die Vollversammlung der IHK Südwestsachsen für eine schnelle Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastruktur in der Region Südwestsachsen/Nordböhmen aus.
In einer Resolution heißt es: "Das für den grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr verfügbare Straßennetz ist insbesondere im Interesse verstärkter regionaler Kooperationsmöglichkeiten deutlich zu verdichten, um örtliche Verkehrsengpässe zu vermeiden.
Die derzeit wegen grenztechnischer Belange eingeschränkt verfügbare grenzüberschreitende Infrastruktur ist im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten uneingeschränkt für den Wirtschaftsverkehr nutzbar zu gestalten.
Der Bau der Ortsumfahrung Marienberg im Zuge der B 174 ist planmäßig abzuschließen. Für den fehlenden Ausbau zwischen Südring Chemnitz und der Ausbaustrecke Gornau ist kurzfristig Baurecht herzustellen und die Finanzierung der beiden Baumaßnahmen (Bund und Stadt Chemnitz) für eine zeitnahe Realisierung vor 2010 zu klären.
Von großer strategischer Bedeutung für die Wirtschaftsregion Südwestsachsen/ Nordböhmen ist das Vorhaben des Bundesverkehrswegeplans SN 6051, der Neubau der Bundestrasse B 93. Wir fordern den schnellstmöglichen Beginn der Planungen für die Trasse zwischen Schneeberg und der Staatsgrenze.
Zur weiteren Verdichtung des Infrastrukturnetzes sind die Maßnahmen entsprechend der gemeinsamen Konzeption des Freistaates Sachsen und der Tschechischen Republik vom Februar 2004 im nachgeordneten Netz entsprechend der vereinbarten Prioritäten zeitlich zu fixieren und zügig vorzubereiten. Dazu sind in enger Zusammenarbeit der deutschen mit der tschechischen Seite nicht nur die unmittelbare Anbindung über die "grüne Grenze" sondern auch die Einbindung in das Infrastrukturnetz der Region zu optimieren."

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