21.09.2007
Hochwasserschutzkonzept umgesetzt
(DTPA/MT) OLBERNHAU: In Sachsen ist das erste von 47 Hochwasserschutzkonzepten komplett umgesetzt. In Olbernhau (Mittlerer Erzgebirgskreis) informierten Stadtverwaltung und Landestalsperrenverwaltung am 21. September über die abgeschlossenen Schutzmaßnahmen an der Natzschung. Die beiden Ortsteile Rothenthal und Grünthal sind künftig vor einem Hochwasser der Natzschung geschützt, wie es statistisch alle 100 Jahre eintritt.
Der Grenzfluss zur Tschechischen Republik hatte im August 2002 schwere Verwüstungen hinterlassen. Von der Flut wurden nicht nur Gebäude fortgespült, auch die gesamte Uferbefestigung musste wiedererrichtet werden. Anfang 2003 gab die Landestalsperrenverwaltung eine Gesamtkonzeption in Auftrag, die neben der Beseitigung der Schäden am Gewässer auch den Schutz vor künftigem Hochwasser zum Inhalt hat. Das daraus resultierende Hochwasserschutzkonzept entstand als eines der Ersten im Freistaat Sachsen.
Zwischen Oktober 2004 und August 2007 wurden in fünf Bauabschnitten ca. 2,1 km Hochwasserschutzmauern und 1,4 km Deich errichtet. Weiterhin wurden Abbrucharbeiten geleistet. Unter anderem wurden ein 40 Meter hoher Schornstein abgetragen und mehrere ungenutzte Gebäude abgerissen. Die Natzschung hat damit künftig mehr Platz. Außerdem wurden Bauwerke des Grabensystems der historischen Saigerhütte integriert. Besonderes Augenmerk musste auf die exakte Wiederherstellung des Verlaufs der Natzschung gerichtet werden. Sie bildet die Staatsgrenze zu Tschechien und musste in ihrer alten Lage erhalten bleiben. Insgesamt wurden ca. 5,3 Mio Euro bereitgestellt.

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