20.09.2007
Euregio schließt EU-Förderung vorerst ab
(DTPA/MT) MARKTREDWITZ: Die EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern hat die Förderung kleinerer grenzüberschreitender Projekte aus dem EU-Programm INTERREG III A vorerst abgeschlossen. Wie die Euregio mitteilt, sind die Mittel aus diesem Programm in Höhe von 350.000 Euro, die für 2007 zur Verfügung standen, seit der jüngsten Vergabesitzung am 18. September alle verplant. Das Programm INTERREG III A galt für den Förderzeitraum 2000-2006, mit einer Übergangsphase bis Ende 2007. In diesem Zeitraum konnte die EUREGIO EGRENSIS mit dem so genannten "Dispositionsfonds" zahlreiche kleinere und mittlere bayerisch-tschechische Maßnahmen von Kommunen, Bildungseinrichtungen, Vereinen oder Verbänden mit bis zu 50 Prozent aus europäischen Geldern bezuschussen.
Allein mit dem für 2007 verfügbaren Budget, das vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt wird, konnten nun insgesamt fast 90 Projekte im Gebiet zwischen Hof und Schwandorf gefördert werden, im gesamten Förderzeitraum waren es rund 500. In der letzten Sitzung des bayerisch-tschechischen Vergabegremiums wurden jetzt die restlichen Mittel für 18 bayerische Projekte vergeben. Dabei handelt es sich beispielsweise um Schulprojekte (in Eslarn und Moosbach im Landkreis Neustadt/Waldnaab), Gemeindepartnerschaften, Sportveranstaltungen, Maßnahmen zur interkulturellen Bildung (in Hof) oder zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Grenzraum sowie historische Ausstellungen (in Neualbenreuth und Schirnding). Auch die Fortsetzung der Sprachoffensive – ein Projekt der Euregio selbst – war unter den genehmigten Projekten.
Die Präsidentin der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern, Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, zeigte sich sehr zufrieden mit der abgelaufenen Förderperiode: "Die EUREGIO EGRENSIS hatte mit einem Dispositionsfonds in dieser Größenordnung erstmals ein sehr wirksames Instrument zur konkreten Unterstützung vieler grenzüberschreitender Aktivitäten vor Ort, das auch sehr ausgiebig im gesamten Euregio-Gebiet genutzt wurde", so Seelbinder. Der Freistaat Bayern habe Mut bewiesen, der Euregio diese anspruchsvolle Aufgabe einer Förderstelle damals zu übertragen, aber die Euregio habe dieses Vertrauen mehr als gerechtfertigt. "Auch die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Euregio-Partnern im gemeinsamen Vergabegremium hat sich hervorragend entwickelt. Vor allem der EU-Beitritt 2004 und die damit verbundene Gültigkeit der Programme in Tschechien haben die gegenseitige Abstimmung weiter intensiviert."
Nun hofft die EUREGIO EGRENSIS auf eine baldige Genehmigung des neuen Förderprogramms INTERREG IV, das den offiziellen Namen "Ziel 3 – Europäische territoriale Zusammenarbeit" trägt.

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