04.07.2001
Untersuchungskommission kritisiert IPB-Verkauf
(DTPA/DH) PRAG: Der Verkauf der tschechischen Bank IPB (Investicni a postovni banka) an die Tschechisch-Slowakische Handelsbank CSOB seit einseitig und gehe zu Lasten des Staates. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kommission, die den Verkauf des angeschlagenen Bankhauses vor einem Jahr untersuchte.
Die Handelsbank CSOB habe auf diese Weise unberechtigt mehrere Milliarden Kronen aus dem Staatsbudget erhalten. Die Hauptverantwortung dafür trage der ehemalige sozialdemokratische Finanzminister Pavel Mertlik. Die Ergebnisse der Untersuchungskommission stellte gestern deren Vorsitzender Miroslav Kalousek dem Parlament vor. Die Kommission bekräftigte aber ebenfalls, dass der staatliche Eingriff in die Lösung der Finanzkrise vom vergangenen Jahr unabdingbar gewesen sei.
Ministerpräsident Milos Zeman schlug gleichzeitig vor, die bisher geheim gehaltenen Dokumente über die Zwangsverwaltung der Bank freizugeben.

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