03.07.2001
Streetworkprojekt in tschechische Hände übergeben
(DTPA/MT) DIPPOLDISWALDE: Das Streetworkprojekt "Angela" des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Dippoldiswalde, wurde zum 1. Juli 2001 offiziell von einem tschechischen Träger, der Kreishygienestation Usti nad Labem, übernommen. Das gab das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie heute in Dresden bekannt.
Das Projekt startete im Dezember 1993 und endete nach siebeneinhalb Jahren Förderung durch den Freistaat Sachsen und die Europäische Union. Das Projekt habe sein Ziel erreicht. Tschechische Prostituierte wurden über die Gefahren von AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen aufgeklärt und psychosozial betreut.
In dem Projekt arbeiteten eine deutsche und eine tschechische Streetworkerin zusammen. Das sächsische Gesundheitsministerium strebte bereits nach der Modellphase 1996 eine Übernahme durch einen tschechischen Träger an, um die logistisch aufwendige Durchführung der Straßensozialarbeit zu vereinfachen. Nach intensiven Gesprächen mit der tschechischen Seite könne nun die Arbeit durch die Kreishygienestation Usti nahtlos fortgesetzt werden. Ab dem Jahr 2002 werde ein Antrag auf europäische Fördermittel mit Kofinanzierung durch die tschechische Regierung gestellt.
Das sächsische Gesundheitsministerium will sich damit keinesfalls aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zurückziehen. Der fachliche Austausch zwischen sächsischen und tschechischen Behörden und Organisationen werde auch in Zukunft bestehen bleiben. Von deutscher Seite würden künftig verstärkt Maßnahmen zur Präventionsarbeit für Freier in den Grenzregionen gefördert werden.

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