06.09.2007
Das wiederentdeckte Erzgebirge
(DTPA/MT) DRESDEN: Vom 6. bis 24. September 2007 werden im Regierungspräsidium Chemnitz Fotos des tschechischen Kulturwissenschaftlers Petr Mikšiček gezeigt. Dieses Projekt zeigt historische Aufnahmen aus dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet des Erzgebirges und dem gegenüber Bilder der Gegenwart.
In der Wanderausstellung "Das wiederentdeckte Erzgebirge", die bereits seit einigen Monaten wechselseitig diesseits und jenseits der sächsisch-tschechischen Grenze gezeigt wird, thematisieren Hauptinitiator Petr Mikšiček und seine Mitstreiter von der tschechischen Bürgerinitiative "Antikomplex" – ausgehend von ihrem vorherigen, preisgekrönten Projekt zum verschwundenen Sudetenland – einen wichtigen Aspekt der komplexen deutsch-tschechischen Geschichte anhand der sichtbaren Veränderungen im Grenzraum nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der versuchten Wiederbesiedlung. Dazu haben sie ca. 1.500 Fotos aus dem Gebiet beiderseits der Grenze gesammelt und dokumentieren durch die Gegenüberstellung von Bildern mit teilweise erheblichem Zeitabstand sowohl den einstigen als auch den jetzigen Zustand der Siedlungen im "wiederentdeckten" Erzgebirge.
Ausgehend von diesem Vorhaben hat sich eine rege Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen beiderseits der Grenze herausgebildet, die durch das Projekt "Spurensuche" versuchen, Jugendliche zur individuellen Auseinandersetzung mit der jüngeren deutsch-tschechischen Geschichte zu animieren. Gleichzeitig wurde von Petr Mikšiček eine Publikation zur Ausstellung erarbeitet, die die Ergebnisse des Projektes anhand einer umfangreichen Auswahl von Fotografien dokumentiert und die auch im Rahmen der Ausstellung erworben werden kann. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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