18.07.2007
Tschechische Gastschüler kehren nach Hause zurück
(DTPA/MTL) MARKTREDWITZ: An das Spiel im Schulorchester oder das Engagement im örtlichen Schützenverein werden einige Gastschüler des Bayerisch-Tschechischen Gastschuljahres der EUREGIO EGRENSIS sicher noch lange zurückdenken. Die tschechischen Stipendiaten des zu Ende gehenden Schuljahres wurden bei einer Feierstunde in Marktredwitz nun offiziell verabschiedet und kehren mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken in ihre Heimat zurück. Bei diesem Anlass berichteten die jungen Leute aus dem Nachbarland über ihre Erlebnisse in Deutschland. Die Schülerin Helena aus Marienbad wurde zum Beispiel sogar neue Schützenkönigin in ihrem derzeitigen Wohnort in der Nähe von Hof.
Die Gastschüler des Schuljahres 2006/2007 besuchten an Gymnasien in Amberg, Bayreuth, Hof, Pegnitz, Selb und Weiden den Unterricht.
Mit dem "Bayerisch-Tschechischen Gastschuljahr" hat die EUREGIO EGRENSIS seit 1996 über 300 jungen Tschechen einen Aufenthalt in Deutschland ermöglicht. "Die Schülerinnen und Schüler leben ein Jahr lang in einer deutschen Gastfamilie und lernen somit hautnah den deutschen Alltag kennen", sagt Dr. Birgit Seelbinder, Oberbürgermeisterin von Marktredwitz und Präsidentin des bayerischen Teils der Euregio. "Im Laufe des Schuljahres verbessern die Jugendlichen nicht nur ihre Deutschkenntnisse erheblich. Durch ihr vielfältiges außerschulisches Engagement wirken sie als Botschafter ihres Landes und werden zu Freunden unserer Region", so Seelbinder.
Die positiven Auswirkungen des Gastschuljahres haben sich inzwischen auch außerhalb der EUREGIO EGRENSIS herumgesprochen. Der in Prag verwaltete Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds beteiligt sich ebenso an dem Vorzeigeprojekt wie die Bayerische Staatskanzlei. Staatsministerin Emilia Müller, die die tschechischen Schüler im Januar persönlich in München empfangen hatte, betonte damals, dass die Bayerische Staatsregierung ihr Engagement für das Gastschulprojekt als Investition in die Zukunft ansieht. Schließlich blieben die Stipendiaten, die als Deutschland-Experten später in der Verwaltung und Wirtschaft ihres Heimatlandes heiß begehrt sind, der bayerisch-tschechischen Grenzregion ein Leben lang verbunden.
Zu Deutschland-Experten wurden die Stipendiaten der EUREGIO EGRENSIS aber nicht nur wegen ihrer exklusiven Erfahrungen in der bayerischen Landeshauptstadt. Zwei Monate später besichtigten die Gastschüler auf Einladung des Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk das Berliner Reichstagsgebäude und hatten dort Gelegenheit, mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags zu diskutieren. Als dritte Studienfahrt stand schließlich noch eine Regionalexkursion nach Hof und Mödlareuth auf dem Programm. An der Fachhochschule Hof informierten sich die Schüler über Studienmöglichkeiten in Deutschland und Sprachprüfungen. (Bildquelle: EUREGIO EGRENSIS)
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