11.06.2007
Deutsch-tschechische Kulturbegegnungen geplant
(DTPA/MT) BERLIN: Die Kulturstiftung des Bundes hat einen Fonds für die Deutsch-Tschechischen Kulturbegegnungen 2007-2009 eingerichtet. Durch gemeinsame Kulturprojekte sollen neue, dauerhafte Verbindungen zwischen beiden Ländern aufgebaut werden.
Das Programm setzt die bilateralen Kulturbegegnungen mit Ländern im östlichen Europa fort. Nach mehreren Projekten im Deutsch-Polnischen Jahr 2005/2006, fördert die Bundesregierung noch bis zum Herbst 2007 vor allem den deutsch-ungarischen Kulturaustausch. Daran anschließen werden die deutsch-tschechischen Kulturbegegnungen, die bis zum Jahr 2009 geplant sind.
Ziel der Begegnungen ist es, die Menschen in Deutschland und den östlichen Nachbarstaaten mit der Kultur des jeweils anderen Landes besser vertraut zu machen.
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt die Kulturbegegnungen im Rahmen ihres Schwerpunkts "Mittel- und Osteuropa". Durch Initiativen wie das deutsch-polnische "Büro Kopernikus" oder das Programm "bipolar" zur Förderung deutsch-ungarischer Kulturprojekte hat die Stiftung den Kulturbegegnungen nachhaltige Impulse verschafft.
Die deutsch-tschechischen Kulturbegegnungen werden von der Kulturstiftung des Bundes mit 3 Millionen Euro unterstützt.
Vorgesehen sind eine Reihe von Projekten, an denen sich Kulturschaffende aus Deutschland und Tschechien beteiligen werden. Dabei soll zum Beispiel der Frage nach der Bedeutung des "Prager Frühlings" für die politische Entwicklung im geteilten Europa bis zum Fall der Mauer nachgegangen werden. Geplant sind außerdem Untersuchungen zur Alltagsgeschichte in beiden Ländern.
Als Herausforderung für das aktuelle Theater werden die Themen Flucht, Vertreibung und Verfolgung begriffen. Ein weiteres Projekt ist zum architektonischen Erbe der Moderne in beiden Ländern vorgesehen.
Auch der 125. Geburtstag Franz Kafkas wird gewürdigt. Die Bundeskulturstiftung wird deshalb nicht nur die historisch-kritische Ausgabe seiner Werke fördern, sondern sich auch an Veranstaltungen beteiligen, die Texte und Wirkung des Dichters in innovativer Weise vermitteln.

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