05.06.2007
Schengen auf dem Weg nach Osten
(DTPA/MT) CHEMNITZ: Von Deutschland nach Polen oder Tschechien reisen, ohne an der Grenze kontrolliert zu werden - das wird bald Wirklichkeit sein. Voraussichtlich ab Anfang 2008 werden die beiden Staaten gemeinsam mit acht weiteren Ländern zum Schengen-Raum gehören. Unter dem Titel "Schengen auf dem Weg nach Osten" organisiert die Juniorprofessur Europäische Regionalgeschichte der TU Chemnitz unter Leitung von Jun.-Prof. Dr. Milos Rezník, Ute Hofmann und Andreas Pudlat zwei Veranstaltungen.
Vom 7. bis 28. Juni 2007 wird im Foyer des Regierungspräsidiums Chemnitz eine Fotoausstellung zum Thema "Architektur und Ästhetik der Grenze" gezeigt. Der erste Teil der Ausstellung dokumentiert in etwa 50 Aufnahmen den Zustand der deutsch- österreichischen und deutsch-dänischen Grenze im Jahr 2005, also zehn Jahre nach Inkrafttreten des Schengen-Abkommens. Als Kontrast dazu zeigt der zweite Teil der Ausstellung Bilder von Kontrollpunkten an der deutsch-tschechischen Grenze, die noch in Betrieb sind, deren Schließung aber absehbar ist. Die Initiatoren der Ausstellung, Dr. Christian Jostmann und Dr. Bernd Ctortecka, möchten durch diese Gegenüberstellung die Zeitgeschichte Europas für die Betrachter erfahrbar machen.
Die zweite Veranstaltung ist ein öffentliches Kolloquium am 8. Juni 2007 bei dem Wissenschaftler aus Chemnitz und Hildesheim sowie Vertreter von Bundespolizei, Zoll und der Hochschule der Sächsischen Polizei die Situation an der deutschen Ostgrenze aus theoretischer und praktischer Perspektive beleuchten.

Programm der Veranstaltung im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/phil/geschichte/nng/files/flyer_schengen.pdf

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