25.01.2000
Zwangsräumung der Kafka-Buchhandlung
(DTPA) PRAHA/PRAG: Die Leitung der tschechischen Nationalgalerie hat am Montag die Franz-Kafka- Buchhandlung in Prag zwangsräumen lassen.
Mit dem Polizeieinsatz erreicht der monatelange Streit um die Nutzung des Kinsky-Palais auf dem Altstädter Ring einen Höhepunkt. Die Leitung der Nationalgalerie, der das Haus gehört, hatte die Buchhandlung im November wegen eines angeblich ungültigen Mietvertrags zum Auszug aufgefordert. Sie will anstelle des Ladens ein Informationszentrum errichten.
Viele Intelektuelle hatten in einer Petition gegen das Vorhaben protestiert. Die Leiterin der Franz-Kafka-Gesellschaft, welche die Buchhandlung betreibt, will nun eine Schadensersatzklage gegen die Nationalgalerie anstrengen.
Die Franz-Kafka-Buchhandlung ist vor allem bei Touristen sehr beliebt.

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