05.02.2007
Gute Nachbarn für ein starkes Europa
(DTPA/MT) USTI NAD LABEM (AUSSIG)/ DRESDEN: Eine Gemeinsame Erklärung über die zukünftige grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Regierungspräsidien Dresden und Chemnitz sowie der Region Ústí wurde am 5. Januar in Ústí nad Labem (Aussig)unterzeichnet.
"Zwischen beiden Regionen bestehen gute nachbarschaftliche Kontakte. Die unterzeichnete Vereinbarung schafft nun auch die offizielle Grundlage für die seit vielen Jahren praktizierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Nachdem Sachsen und Böhmen seit Dezember durch die Autobahn A17 miteinander verbunden sind, wird die Zusammenarbeit beider Regionen nun weiter vertieft", sagte Sachsens Staatsminister Hermann Winkler in Ústí nad Labem.
Er bezeichnete die bereits bestehenden Projekte zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Bezirk Ústí als eine gute Basis für die in Zukunft noch intensivere Zusammenarbeit. So seien beide Regionen an vorsorgenden Hochwasserschutzmaßnahmen im Rahmen des INTERREG-Projektes "ELLA" und an der Vermarktung der Autobahn A17/D8 als europäische Wirtschaftsachse beteiligt. Ebenso gebe es im Rahmen der Euroregion Elbe/Labe zahlreiche grenzüberschreitende Kooperationen auf lokaler und kommunaler Ebene. Die Zusammenarbeit soll insbesondere in den Bereichen Tourismus, Wirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Rettungswesen und Umweltschutz sowie in der Öffentlichen Verwaltung und den Bereichen Gesundheit und Soziales, Kultur, Bildung und Sport intensiviert werden. Dazu gehört auch der Austausch von Informationen und Erfahrungen sowie von Fach- und Führungskräften.
Ähnlich lautende Erklärungen wurden bereits 2002 zwischen dem Regierungsbezirk Chemnitz und der Region Karlovy Vary (Karlsbad) sowie im vergangenen Jahr zwischen dem Regierungsbezirk Dresden und Liberec (Reichenberg) unterzeichnet. Auf deren Grundlage entwickelten sich beispielsweise zwischen Karlovy Vary und Chemnitz gute Kontakte im Bereich des Katastrophen- und Brandschutzes, welche bis hin zur Abstimmung von Einsatzplänen reichen. Beide Regionen arbeiten auch im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG IIIA bei Verkehrsprojekten sowie im Theater- und Kulturbereich zusammen. Außerdem wurde innerhalb dieses Programms die Kooperation zwischen Ausbildungsstätten und Polizeidirektionen beider Regionen entwickelt.

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