17.01.2007
Schüler treffen Zeitzeugen
(DTPA/JE) DRESDEN: Geschichte ist ein eher umstrittenes Fach in der Schülerschaft. Manch einer kann mit wichtigen Geschichtszahlen wenig anfangen. Ein anderer wälzt Bücher um sein Wissen über die Vergangenheit noch zu steigern. So trafen 10.000 deutsche Schüler in den letzten 4 Jahren tschechische und slowakische Überlebende des Holocaust und der Zwangsarbeit unter dem NS-Regime. Die Arbeit der Brücke/Most-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit mit Zeitzeugen des Naziterrors hat in den letzten Jahren an Anerkennung gewonnen. Eindrucksvoll wurde dokumentiert, welche nachhaltigen Lernprozesse gründlich vor- und nachbereitete Gespräche mit Augenzeugen bei vielen Schülern induzieren.
Das Projekt war so erfolgreich, dass nun ein neues Projekt an den Start geht. "Gespräche und Spuren – Jugentliche treffen Zeitzeugen des Naziterrors an Gedenkorten" zielt auf eine handlungsorientierte, eigenverantwortliche Einbeziehung der Schüler ab. An wichtigen Gedenkorten kommt es zwischen Schüler und Zeitzeugen zu Begegnungen. Die Zeitzeugen schildern ihr Schicksal auf nachvollziehbare und lebendige Weise. Auch diese Begegnungen werden dokumentiert. So entsteht ein wertvolles Archiv mit kostbaren Quellen und Dokumenten der Erinnerung und des Gedenkens.
Weitere Informationen sind unter http://www.zeitzeugen-dialog.de zu finden.

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