26.05.2001
Europaabgeordnete spricht mit Jugend
(DTPA/MT) OBERPFALZ: Der "Dialog mit der jungen Generation" stand im Mittelpunkt des ersten "Forums Europa", das von der Europaabgeordneten Emilia Müller (CSU) organisiert wurde. Die Veranstaltung vergangene Woche in Amberg war gleichzeitig der Auftakt zur neuen Informationskampagne Müllers. Im Gespräch mit den Jugendvertretern aus der Oberpfalz und der tschechischen Republik diskutierte die Europaabgeordnete die Chancen und Risiken der EU-Osterweiterung.
"Die Jugendlichen müssen Europa kennen lernen, sie müssen es erleben und erfahren", so Müller in ihrer Begrüßung. Gerade in Hinblick auf die Osterweiterung und die fortschreitende europäische Integration, "braucht die Europäische Union eine junge Generation, die sich einbringt und ihre Zukunft aktiv gestalten will". Um dies gewährleisten zu können, müssten gerade die Jugendverbände, Gruppen und Vereine "Aufbauarbeit" leisten. "Die Unsicherheiten gegenüber Europa sind auch bei den Jugendlichen noch sehr groß", so Müller weiter.
Das Europa des 21. Jahrhunderts ist nach Meinung der Europaabgeordneten das "Europa der Bürger und der Regionen". Dieses Konzept aber lasse sich nur gestalten, "wenn viele von uns am Haus Europa mitbauen". Aus diesem Grund habe sich Müller auch für den Start der Aktions- und Informationskampagne "Forum Europa. Dialog vor Ort." entschieden. Gerade für ihre tägliche Arbeit im Europäischen Parlament sei es notwendig, die Sorgen, Probleme und Ideen der Menschen zu kennen und - wo möglich - Vorurteile abbauen zu helfen.
Zusammen mit den Jugendlichen erörterte Müller zunächst Fragen zu Europa. Im Anschluss daran präsentierte sie den Jugendvertretern einige Publikationen und Methoden zur Gestaltung einiger thematischer Jugendevents.
Im dritten und letzten Teil der Veranstaltung haben die Jugendvertreter dann - teils in Kleingruppen - "ihre ganz persönlichen Ideen" zu Europa formuliert und präsentiert. Das Ergebnis: "Die junge Generation wünscht sich ein Europa, das sie verstehen und ein Europa, das sie versteht." Dies zu erreichen, so Müller abschließend, darin liegt die große Herausforderung der Europäischen Union in den kommenden Jahrzehnten.
Nach dem "inhaltlich tiefgründigen und erfolgreichen Auftakt" in Amberg arbeitet Müller nun bereits an der nächsten Veranstaltung im Rahmen des "Forums Europa": So soll sich schon im Juni ein Treffen mit Journalisten und Vertretern der Europäischen Kommission der Frage widmen, wie man Europäische Themen in regionalen Medien verarbeitet.

Bild: "Ein Europa, das uns versteht" - in Gesprächsrunden haben die Jugendvertreter ihre Ideen zum Europa der Zukunft formuliert.
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