09.11.2006
Gegenwartskunst aus Tschechien
(DTPA/MTL) DRESDEN: Was den Briten die Vergabe des Turner-Preises, ist in der Tschechischen Republik die Verleihung des Jindřich-Chalupecký-Preises. Mit ihm wird seit 1990 einmal im Jahr eine exzellente Position junger Gegenwartskunst ausgezeichnet. Für die meisten PreisträgerInnen das Sprungbrett aufs internationale Parkett.
Die Verleihung des Preises geht auf die gemeinsame Initiative Václav Havels, des Dichters und Bildenden Künstlers Jiří Kolář und des Malers Theodor Pištěk zurück. Der Name des Preises ehrt das Lebenswerk und den Kampf des Philosophen, Kunst- und Literaturkritikers um Gedankenfreiheit als eine unabdingbare Voraussetzung des Daseins der Kunst. Mit der Ehrung verbunden ist ein Stipendienaufenthalt in New York, oder einem anderen Kulturzentrum der USA, sowie eine Ausstellung in einer renommierten Galerie in Prag.
In der Motorenhalle des Projektzentrums für zeitgenössische Kunst / riesa efau Dresden wird nun – zum ersten Mal im Ausland überhaupt – eine Zusammenstellung von Werken aller bisherigen Preisträger zu sehen sein.
Zur Ausstellungseröffnung am 11. November, 19:30 Uhr, bei der alle 16 Preisträger anwesend sein werden, spielt die tschechische Gruppe FINSKÝ BAROK, darunter Frantisek Skála und Jiří Černický – zwei Preisträger des Jindřich-Chalupecký-Preises.

Infos: http://www.tschechische-kulturtage.de

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