23.05.2001
Anhörung zum Thema "Sexuelle Ausbeutung"
(DTPA/MT) DRESDEN: Die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Bereich der EU-Außengrenze des Freistaates Sachsen ist am 28. Mai Thema einer Anhörung im Sächsischen Landtag. Sie geht auf Anträge aus den Reihen von der PDS und der CDU zurück.
Von Seiten der PDS wurden Ludmila Irmscher und Pavel Hojda als Sachverständige benannt. Ludmila Irmscher, Streetworkerin des Projekts "Karo" in Cheb, ist Mitgestalterin des tschechischen Nationalplanes gegen Kinderprostitution und Sextourismus. Sie wird bei der Anhörung die "Szene" und die Freier beschreiben, sowie Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit tschechischen Behörden darlegen. Pavel Hojda, Mitglied des Parlaments der Tschechischen Republik, wird unter anderem zum gesellschaftlichen und politischen Umgang mit dem kommerziellen sexuellen Missbrauch tschechischer Kinder durch deutsche Täter Stellung nehmen.
Die PDS-Landtagsabgeordnete Dr. Cornelia Ernst, Sprecherin für Gleichstellungspolitik, und der wissenschaftlich-parlamentarische Berater Hans-Jürgen Mertha, bis 1994 im Landeskriminalamt Sachsen als Leiter für vorbeugende Kriminalitätsbekämpfung zuständig, hatten im April letzten Jahres durch Veröffentlichungen eine landes- und bundesweite Diskussion über dieses bislang verdrängte Tabu-Thema in Gang gebracht.

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