22.05.2001
Keine Entschuldigung der tschechischen Kommunisten
(DTPA/DH) PRAG/WIEN: Die kommunistische Partei Tschechiens (KPCM) sieht keinen Grund, sich für die Verbrechen während der kommunistischen Diktatur in der CSSR zu entschuldigen.
"Wir werden nicht den Weg der Selbstgeiselung gehen", zitiert die Wiener Tageszeitung „Die Presse“ KP-Chef Miroslav Grebenicek anläßlich des 80. Jahrestages der Gründung der KP der Tschechoslowakei (KPC) in Nymburk.
Grebenicek reagierte damit auch auf den neuen Kurs der PDS in Deutschland, deren Führungsspitze sich vor wenigen Wochen für die Zwangsvereinigung von KPD und SPD entschuldigte.
Die Kommunisten regierten die damalige CSSR von 1948 bis 1989. In ihre Herrschaft fielen die stalinistischen Säuberungen der 50er Jahre, die Repression nach der Niederschlagung des Prager Frühlings und die Bekämpfung der Bürgerrechtsbewegungen.

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