16.05.2001
Kaufland-Gruppe will weiter nach Osten
(DTPA/DH) NECKARSULM: Die Unternehmensgruppe Kaufland Stiftung & Co in Neckarsulm will weiter in die Länder Mittel- und Osteuropas expandieren. Das Augenmerk der Firmen-Expansion legt Kaufland-Aufsichtsratsvorsitzender Richard Meyer derzeit auf Tschechien, wo 40 SB-Warenhäuser entstehen. Auch in der Slowakei, Polen, Kroatien und Slowenien will Kaufland neue Einkaufshäuser bauen. Mehr als 20 neue Niederlassungen sollen es nach Meyers Worten jedes Jahr sein. Durch lockerere Ladenschlussgesetzte in Tschechien versucht das Unternehmen in der grenznahen Region sonntags und an Feiertagen auch deutsche Kunden in die tschechischen Kaufland-Häuser zu locken. Die Handelskette, zu der u.a. auch die Lidl-Kette gehört, hieß noch vor dem März dieses Jahres „Lidl & Schwarz Stiftung & Co. KG“.
Die Unternehmensgruppe, das nach Metro, Rewe, Edeka, Aldi und Karstadt/Quelle sechstgrößte deutsche Handelsunternehmen, das schätzungsweise über 30 Milliarden Mark umsetzt und weltweit ca. 50.000 Mitarbeiter hat, ist mit ihren Lidl-Discountern zwar in jedem EU-Land vertreten bzw. auf dem Sprung dorthin, nicht aber mit den großen SB-Warenhäusern: Restriktive Ansiedlungsvorschriften in Südeuropa aber auch in Großbritannien oder Skandinavien schieben dem Expansionsdrang der Kaufland Stiftung dort einen Riegel vor.

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