01.09.2006
Politologe referiert im Tschechichen Zentrum
(DTPA/MT) BERLIN: Der Politologe Miroslav Mares referiert am 22.9., 19 Uhr im Tschechischen Zentrum Berlin zum Thema: Die Politik in Tschechien nach den Wahlen 2006.
Die Bildung einer handlungsfähigen Regierungskoalition nach den Wahlen zum tschechischen Abgeordnetenhaus im Juni 2006 hat sich als sehr schwierig und langwierig erwiesen. Fünf Parteien - die Bürgerlich Demokratische Partei (ODS), die Tschechische Sozialdemokratische Partei (CSSD), die Kommunistische Partei Böhmens und Mährens (KSCM), die Christlich Demokratische Union - Tschechoslowakische Volkspartei (KDU-CSL) und erstmals auch die Partei der Grünen (SZ) - haben die Fünf-Prozent-Hürde genommen. Die Mandatsverteilung unter den vier etablierten Parteien und dem parlamentarischen Neuling hat die üblichen Koalitionsmodelle verhindert, so dass den Sommer 2006 politische Instabilität und Diskussionen über Veränderungen im tschechischen Wahlsystem prägten.
Miroslav Mares, Politologe am Institut für komparative Politikforschung (ISPO) an der Masaryk-Universität in Brno, analysiert in seinem Vortrag die aktuellen politischen Konstellationen sowie die Konsequenzen der Wahl 2006 für das tschechische Parteiensystem und die politische Kultur in Tschechien. Dabei geht er auch auf die Folgen der Wahlen im europäischen Kontext ein.
Den Abend moderiert Wolfgang Jung, dpa-Korrespondent in Prag. Der Eintritt ist frei.

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