24.08.2006
Vogtland wird Gastgeber europäischer Grenzregionen
(DTPA/MT) PLAUEN/ KLINGENTHAL: Der sächsisch/thüringischen Arbeitsgemeinschaft der Euregio Egrensis ist es gelungen, erstmals ein Treffen der Europäischen Grenzregionen im Vogtland durchzuführen. Zirka 40 Vertreter aller Grenzregionen Europas, die ebenfalls in einer eigenständigen Arbeitsgemeinschaft zusammen arbeiten, werden vom 6. bis 8. Dezember ihre Konferenz im Vogtland durchführen und in einem Rahmenprogramm die mit Europäischen Mitteln geförderte Schanze im deutsch-tschechischen Wintersportzentrum kennen lernen, das geschichtsträchtige Cheb und das ehemals geteilte deutsch-deutsche Dorf in Mödlareuth.
Wie Euregio-Vorsitzender Dr. Lenk unterstreicht, leben die Grenzregionen in Europa mit einer vergleichbar eigenen Charakteristik und in Grenznähe anders gewachsen, wie im Vergleich mit anderen Regionen in Bundes- und förderalistischen Länderstrukturen. Deshalb werden auch Grenzregionen durch Europäische Fördermittelprogramme gezielt beim Aufbau eines gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraumes unterstützt.
Seit der Gründung sind beispielsweise in die sächsisch-thüringische Arbeitsgemeinschaft gut 100 Million Euro in rund 150 Projekte geflossen, u. a. für Projekte der Verkehrsinfrastruktur, Abwasser- bzw. Umwelt- und Naturschutzprojekte, in die Erschließung gemeinsamer Tourismusgebiete und wie jüngst von der Arbeitsgemeinschaft initiiert, einer Sprachoffensive, die beidseitig der Grenze in Kindergärten, Schulen und Volkshochschulen das Erlernen der deutschen bzw. tschechischen Sprache fördert.

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