24.07.2006
Tschechen zieht es zum Flughafen Dresden
(DTPA/MT) DRESDEN: Nach einem Bericht des privaten tschechischen TV-Senders "Nova" strömen Hunderte tschechische Touristen nach Dresden, um über den hiesigen Flughafen ihre Vorstellung vom Traumurlaub im Ausland zu einem günstigsten Preis zu verwirklichen. Darauf hat die Linkspartei.PDS-Fraktion im Sächsischen Landtag am 24. Juli verwiesen.
Für Bewohner der tschechischen Grenzregionen ist der Flughafen Dresden die ideale Lösung. Er liegt nur ca. 45 bis 70 km von ihren Heimatorten entfernt. Dazu kommt das größere und günstigere Angebot von deutschen Reisebüros. Nach dieser Reportage kann eine 4-köpfige reiselustige Familie aus Tschechien auf diese Weise 300 Euro sparen.
Hierzu erklären für die Linksfraktion.PDS im Sächischen Landtag der tourismuspolitische Sprecher Klaus Tischendorf und der europapolitische Sprecher Heiko Kosel: "Die Lage des Flughafens Dresden im Dreiländereck Deutschlands an den Grenzen zu Polen und Tschechien hat eine strategische Lage in Mitteleuropa. Der Airport für Passagiere und Luftfracht aus den Nachbarländern könnte die Rolle eines attraktiven Verkehrsdienstleisters spielen. Deshalb könnte das Passagieraufkommen aus Polen und Tschechien mehr wachsen und neue Impulse für Schaffung neuer Arbeitsplatzen bilden.
Haupthindernis für diese positive Entwicklung ist aber mangelnde sprachliche Kompetenz in Sachsen. Die Webseite des Dresdner Flughafens auf Tschechisch und Polnisch ist hier die berühmte Schwalbe, die noch längst keinen Sommer macht. Wir brauchen auch dazu eine Vernetzung der Tourismusbranche mit unseren Nachbarländern. Die Staatsregierung sollte den Prozess mehr - auch durch EU-Mittel – unterstützen. Vor allem sollten die sächsischen Reiseunternehmen sich um den Erwerb von kultureller und Sprachkompetenz bemühen und mit tschechischen Büros zusammenarbeiten, um gemeinsam das Potential des Dresdner Flughafens und seiner tschechischer Gäste zu nutzen. Auch das sollte durch die Staatsregierung gefördert werden.
Die Lage Sachsens im Dreiländereck Deutschlands an den Grenzen zu Polen und Tschechien bedeutet zwar eine Randlage in Deutschland, jedoch eine Zentrallage in europäischem Kontext. Wir müssen sie nutzen."

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