08.05.2001
Europawoche im Zeichen der EU-Osterweiterung
(DTPA/MT) DRESDEN: Die 7. Europawoche vom 4. bis 13. Mai steht in Sachsen ganz im Zeichen der bevorstehenden EU-Ost-Erweiterung. Diese wird als eine Herausforderung sowohl für die EU-Mitgliedstaaten als auch für die Beitrittskandidaten verstanden. Immer mehr wird diese als gemeinsame Chance anerkannt, um nach neuen Wegen der Zusammenarbeit zu suchen. Besonders für die Grenzregionen an der EU-Außengrenze bedeutet die Erweiterung eine einmalige Gelegenheit, die Nachteile ihrer bisherigen Randlage zu überwinden.
Das Sächsische Innenministerium organisiert gemeinsam mit dem Institut (IÖR) am Donnerstag, den 10.05.2001 im Institut für ökologische Raumentwicklung e.V., 01217 Dresden, Weberplatz 1, eine ganztägige Informationsveranstaltung zum Thema "Unterstützung der EU- Osterweiterung durch die EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG". Es wird sowohl ein Rückblick auf das Förderprogramm INTERREG II als auch ein Ausblick über die neue Förderperiode INTERREG III gegeben. Vertreter aus mehreren sächsischen Ministerien (SK, SMI, SMWA) und Teilnehmer aus den Beitrittsländern werden über Erfahrungen, Chancen und Hemmnisse bei der grenzüberschreitenden und transnationalen Zusammenarbeit diskutieren. Die EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG der Europäischen Kommission zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen EU-Mitgliedstaaten und Nichtmitgliedstaaten stellt ein wesentliches Instrument des europäischen Integrationsprozesses dar.
Durch die Beseitigung der Ungleichgewichte zwischen den Grenzregionen der EU und den benachbarten Staaten und Unterstützung des Kooperationsprozesses zwischen EU- und Nicht-EU-Regionen steigt auch die Akzeptanz der Bevölkerung in den Grenzregionen für den EU-Erweiterungsprozess. Die zur Zeit laufenden Projekte im Rahmen von INTERREG II C, die die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raumordnung zwischen EU-Mitgliedstaaten und Nichtmitgliedstaaten unterstützen, tragen zur Verbesserung der Kooperation bei grenzüberschreitenden Planungen und Maßnahmen bei. Die Zusammenarbeit verläuft auf verschiedenen Ebenen von konzeptionellen Studien bis hin zu Unternehmenskooperationen. Durch die Einbindung der Verwaltung sowie privater Partner (Wirtschaft und Verbände) soll eine nachhaltige Entwicklung in den Untersuchungsräumen gesichert werden. Weiterhin wird eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit zur Sicherung einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung durchgeführt. Mit deutscher Beteiligung erfolgt die Förderung in fünf Programmräumen. Sachsen gehört neben sieben deutschen Ländern, den Mitgliedstaaten Österreich, Italien, Griechenland und 12 Nichtmitgliedstaaten zum Mitteleuropäischen, Adriatischen, Donau- und Südosteuropäischen Raum (MSOE, engl. Abkürzung CADSES-Raum). Die Abteilung Landesentwicklung/Vermessungswesen des sächsischen Staatsministeriums des Innern hat im CADSES-Raum die Federführung für die deutschen Länder im Hinblick auf das Projektmanagement, die finanztechnische Abwicklung und die fachliche Betreuung übernommen.

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