22.05.2000
Gedanken an Opfer des Nazi-Terrors
(DTPA) TEREZIN: Im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt haben am Sonntag neben Staatspräsident Vaclav Havel und zahlreichen Ministern über 1.000 Menschen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In der Festung waren im 2. Weltkrieg etwa 40.000 Menschen ermordet und rund 100.000 Inhaftierte in andere Vernichtungslager deportiert worden. "Ihr Tod war nicht sinnlos. Sie starben, damit andere in Würde leben können", sagte Havel. In seiner Rede wies er zudem darauf hin, dass es an jedem Einzelnen liege, den Anfängen von Rassismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Der Vorsitzende der ehemaligen Freiheitskämpfer Jakub Cermin sagte, die Menschheit habe aus ihrer Geschichte noch nicht genügend gelernt. Wörtlich sagte er: "Es reicht nicht, unseren Kindern nur Allgemeinwissen zu vermitteln, sie müssen auch im Bewusstsein von Moral und Ethik unterrichtet werden."

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