30.06.2006
Strukturfonds müssen das Zusammenwachsen fördern
(DTPA/MT) DRESDEN: Der sächsische DGB-Vorsitzende Hanjo Lucassen hat die Sächsische Staatsregierung aufgerufen, die EU-Strukturfonds in der neuen Förderperiode 2007 – 2013 stärker für das Zusammenwachsen mit den Nachbarn Polen und Tschechien zu nutzen. "Sachsen muss sich nach der EU-Erweiterung stärker mit seinen direkten Nachbarn vernetzen und die Zusammenarbeit verstärken. Gerade im wirtschaftlichen Bereich ist eine stärkere Kooperation nötig, um vor allem bei den Beschäftigten Ängste und Sorgen abzubauen. Die Europäische Kommission fördert die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Sachsen sollte die 3,9 Milliarden Euro aus Europäischen Mitteln in das Zusammenwachsen der Region Sachsen-Böhmen-Schlesien zu investieren", sagte der sächsische DGB-Vorsitzende am 29. Juni auf einer Konferenz in Dresden.
An der Konferenz, die unter dem Titel "Beschäftigungspolitik in strukturschwachen Regionen – Anforderung an die zukünftige EU-Strukturpolitik" stand, nahmen ca. 70 Gäste aus Polen, Tschechien und Deutschland teil.
"Die Förderung von Köpfen wird durch den demografischen Wandel zu einem wichtigen Standortfaktor. Die Förderung von Innovationen, lebenslangem Lernen und Berufsausbildung ist der Schlüssel dafür, dass Sachsen eine dynamische Region in Deutschland bleiben kann. Dabei ist aber auch der Blick auf unsere Nachbarn zu richten. Künftig wird eine grenzüberschreitende Berufsorientierung nötig sein. Junge Menschen aus Sachsen, Böhmen und Schlesien können so von einem zusammenwachsenden Arbeitsmarkt profitieren." Lucassen mahnte in seiner Rede eine stärkere Akzentuierung in der Strukturpolitik auf das Thema Bildung an.

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