17.06.2006
Milbradt: B 178 bringt Ostsachsen weiter voran
(DTPA/MT) LÖBAU: Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt hat am 17. Juni bei einem Pressegespräch in Löbau über die Fortführung der Bauarbeiten für die Verlegung der Bundesstraße B 178 informiert. Die B178 wird nach Fertigstellung eine Gesamtlänge von ca. 37 km haben. Mit den Bauabschnitten 2 (Ortsumgehung Löbau) und 4 (Nordumgehung Zittau) sind bereits 10 km fertig gestellt, auf denen der Verkehr rollt. Im Anschluss nahm er den ersten Spatenstich für den 5. Bauabschnitt in Zittau vor. „Ich freue mich sehr, dass dieses für die Region Ostsachsen bedeutende Projekt weiter vorangebracht wird. Mit der B 178 wird eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung für die Region Oberlausitz – Niederschlesien geschaffen. Eine gute Anbindung an die Ballungszentren ist essentielle Voraussetzung, um Investoren und Touristen anzuziehen. Zugleich werden dadurch Standortnachteile für ansässige Unternehmen reduziert. Das Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien im Herzen Europas wächst durch die Verkehrsachse noch enger zusammen“, so Milbradt.
Mit dem 5. Bauabschnitt wird das noch fehlende Verbindungsstück zwischen der Nordostumfahrung Zittau bis zur polnischen Staatsgrenze in Angriff genommen. Unter Regie der polnischen Straßenbauverwaltung wird die Strecke zukünftig über die neue Neißebrücke bis zur tschechischen Schnellstraße R 35 weitergeführt.
Aus dem Straßenneubau werden weitere positive Auswirkungen erwartet: die Verbesserung des deutsch/polnisch/tschechischen Grenzverkehrs, ein besserer Verkehrsfluss, die Reduzierung der Unfallhäufigkeit auf dem untergeordneten Netz durch Verkehrsumlagerung sowie die Reduzierung des Durchgangsverkehrs in Zittau, Herrnhut und Löbau, den landestypischen Straßendörfern der Oberlausitz sowie des Fernverkehrs auf der B 96 Zittau – Bautzen.
Noch sind nicht alle Probleme gelöst, so dass die Fertigstellung der B 178 frühestens 2009 erfolgen kann. Insgesamt befinde man sich aber auf einem guten Weg. Im letzten halben Jahr seien die Planungen merklich vorangegangen. „Seit April steht nun auch die Finanzierung für den Abschnitt 1.2 durch EFRE-Bundesmittel. Das große Engagement des Freistaates hat sich ausgezahlt.“ Milbradt dankte allen beteiligten Ministerien und Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit.

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