02.05.2001
1.Mai-Kundgebungen unterschiedlich verlaufen
(DTPA/DH) PRAG/BRNO/PLZEN: Die vom tschechischen Innenministerium erwarteten Ausschreitungen links- und rechtsorientierter Gruppen am gestrigen 1.Mai-Feiertag in Prag blieben aus. Nur etwa 300 Linksautonome marschierten durch das Prager Stadtzentrum, um gegen Globalisierung und Kapitalismus zu protestieren.
Auf dem nördlich des Zentrums gelegenen Friedensplatz versammelten sich ca. 150 Rechtsextreme zu einer 1.Mai-Kundgebung, die ebenfalls ohne Zusammenstösse mit anwesenden Polizisten verlief. Die von der Polizei angefahrenen Wasserkanonen kamen nicht zum Einsatz.
Zu Zusammenstössen kam es lediglich in der mährischen Hauptstadt Brno (Brünn), wo junge Vertreter der bürgerlichen Gesellschaft mit Kommunisten aufeinander trafen. Die Anhänger der Kommunisten fühlten sich dabei von Spruchbändern wie "Die Konservativen bauen auf, die Linken zerstören" provoziert.
In Plzen (Pilsen) trafen rund 400 Sympathisanten der Kommunistischen Partei KSCM zusammen. Die Redner kritisierten vor allem den aktuellen Stand der tschechischen Gesellschaft. Der KSCM-Abgeordnete Jiri Mastalka sprach vor allem über die Arbeitslosigkeit, soziale Unsicherheit und Verletzung der Menschenrechte.

Copyright © 2001 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!