28.04.2001
Erneut Blockade an der tschechischen Grenze
(DTPA/DH) TEMELÍN/WIEN: Österreichische Gegner des Atomkraftwerkes im tschechischen Temelín haben wieder begonnen, Grenzübergänge nach Tschechien zu blockieren. Grenzblockaden in der jetzigen politisch angespannten Situation würden wegen der mangelhaften Erklärung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des tschechischen Atomkraftwerks Temelín allerdings den Hardlinern in die "Hände spielen" und die bisherige Arbeit der österreichischen Regierung zunichte machen, kritisierte gestern der ÖVP-Abgeordneter Helmut Kukacka.
Er verstehe die Ängste der Bevölkerung, denn 17 Störfälle in kürzester Zeit und die Haltung der tschechischen Regierung seien keine geeignete Basis, um das Vertrauen in die Sicherheit Temelíns zu stärken, zitiert die Wiener Tageszeitung "Der Standard" Kukacka. Kanzler Wolfgang Schüssel bleibe aber dabei, dass er vor dem Ende der UVP keine kommerzielle Inbetriebnahme Temelíns akzeptiere.
Die Bundesrepublik Österreich hatten zuvor den UVP-Bericht als "unvollständig" und "dringend zu ergänzen" an die tschechische Regierung zurückgeschickt.
Eine Sprecherin der SPÖ verlangte ein dringendes Gipfeltreffen zwischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem tschechischen Premier Milos Zeman (CSSD), da sich die Situation um das tschechische Kernkraftwerk Temelín immer mehr zuspitze.

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