11.05.2006
Hochwasser ein Thema für Sächsischen Landtag
(DTPA/MT) DRESDEN: Um Konsequenzen aus dem Frühjahrshochwasser 2006 ging es am 11. Mai im Sächsischen Landtag. Johannes Lichdi, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, mahnt die Unterstützung Tschechiens an, um Bad Schandau, Pirna, Dresden oder Meißen wirksam vor einem Elbehochwasser schützen zu können.
Lichdi in seiner Rede: „Eine tschechische Studie im Rahmen des Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe hat die Speicherkapazitäten der Moldaukaskaden und des Beckens Nechranice an der Ohre geprüft haben. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Moldaukaskaden eine ausreichende Rückhaltefähigkeit für ein 10 bis 20jährige Rückhaltung haben und das Nechranice-Becken an der Ohre sogar für ein HQ 100 ausreichen würde. Ein verändertes Management dieser Becken, hin zu einer erhöhten Rückhaltefähigkeit, kann zu einer starken Entschärfung der Hochwassersituation in Sachsen führen."
An Staatminister Tillich appelliert der Abgeordnete: „Setzen Sie sich in Brüssel dafür ein, dass Tschechien mehr Geld aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung für Infrastruktursondervorhaben für den Hochwasserschutz erhält. Damit kann auch in Tschechien die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie gefördert werden.“
Lichdi fordert außerdem, dass sich Sachsen an Finanzierung von Anlagen in der Tschechischen Republik beteiligt.

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