28.04.2006
Zentrum deutsch-tschechischer Volkskultur
(DTPA/MT) MARIENBERG: Nach vier Jahren aufwendiger Sanierung wird am 30. April das alte Bergmagazin in Marienberg als "Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge" von der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, eröffnet. Die Ministerin im Vorfeld: "Das Erzgebirge bekommt ein Zentrum für sächsisch-böhmische Volkskultur, das die Geschichte und Entwicklung der Region in allen Facetten dokumentiert."
Die zweisprachig gestaltete Ausstellung informiert in mehreren hundert Stücken über das Leben der Menschen im Erzgebirge und die deutsch-tschechische Nachbarschaft. Bei der Zusammenstellung der Ausstellungsstücke erhielten die Marienberger vom Regionalmuseum Chomutov und dem Museum der tschechischen Partnerstadt Most Unterstützung.
Im Bergmagazin sind neben dem Erzgebirgs-Museum die Stadtbibliothek und das Stadtmuseum von Marienberg untergebracht.
Für die komplette Sanierung des ehemaligen Getreidespeichers wurden nach Angaben der Stadt Marienberg über drei Millionen Euro ausgegeben. Die Renovierung wurde zum überwiegenden Teil durch die Europäische Union unterstützt, die rund 1,7 Millionen Euro aus dem Interreg III A-Programm bereitstellte. 600.000 Euro stammen aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz". Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst stellte im Rahmen der Kulturraumförderung 33.000 Euro für das Erzgebirgsmodell und ein Ausstellungs-Drehbuch zur Verfügung.

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