30.03.2006
Wirkung auf den Hochwasserverlauf in der Elbe
(DTPA/MT) MAGDEBURG/ PRAG: Deutschland und die Tschechische Republik arbeiten bei der Umsetzung des „Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe“ eng zusammen. Bereits seit einem Jahrzehnt befasst sich die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) mit dem Thema Hochwasserschutz.
In Deutschland, der Tschechischen Republik und im Institut für Umwelt und Nachhaltigkeit der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (Institute for Environment and Sustainability, Joint Research Centre EC) in Ispra (Italien) werden auf der Grundlage des „Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe“, den die IKSE im Oktober 2003 verabschiedet hat, Studien zur Wirkung der großen Talsperren der Moldau, Eger und Saale auf den Hochwasserverlauf in der Elbe erarbeitet. Die Studien werden nach einer Aufgabenstellung erstellt, die Bestandteil des „Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe“ ist, in dem auch die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Hochwasser im August 2002 berücksichtigt sind.
Die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe und das Tschechische Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) veranstalteten am 29.03.2006 in Prag bereits den zweiten Workshop zu den Studien über die Wirkung der großen Talsperren im Einzugsgebiet der Elbe auf den Hochwasserverlauf. Im Mittelpunkt dieses Workshops standen der Austausch und der Vergleich der inzwischen erreichten Ergebnisse, die von Bearbeitern aus Deutschland, der Tschechischen Republik und der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission in Ispra vorgestellt wurden.
Während des Workshops wurden auch Teilergebnisse des Probebetriebs des Europäischen Hochwasserfrühwarnsystems (EFAS) sowie der Studie zur Reaktivierung ehemaliger Überschwemmungsflächen und zur Schaffung zusätzlicher Retentionsräume im Einzugsgebiet der Elbe präsentiert.
Die Zwischenergebnisse dieser Studien werden im „Ersten Bericht über die Erfüllung des Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe“ enthalten sein, den die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe Ende 2006 vorlegen wird.
Mit der Umsetzung des „Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe“ wird eine wesentliche Verbesserung des Hochwasserschutzniveaus im Einzugsgebiet der Elbe erreicht. Ein absoluter Schutz vor Hochwasser ist nicht möglich.

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