08.03.2006
Petr Ginz: Prager Tagebuch 1941-1942
(DTPA/MT) BERLIN: Mit einer Lesung wird am 9. März im Tschechischen Zentrum Berlin die Ausstellung „Petr Ginz: Prager Tagebuch 1941-1942“ eröffnet.
Petr Ginz (1928-1944) war ein Junge aus Prag mit vielen Talenten – er zeichnete und malte, verfasste Gedichte und sogar Romane. Er war der Sohn eines jüdischen Vaters und einer tschechischen Mutter, deshalb musste er einen Judenstern tragen und wurde mit vierzehn Jahren ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Ende 1944 kam er nach Auschwitz, wo er ermordet wurde.
In den Jahren vor seiner Deportation führte Petr Ginz Tagebuch. Mehr als sechzig Jahre nach ihrer Niederschrift wurden seine Notizen der Jahre 1941/1942 auf einem Prager Dachboden zufällig wiedergefunden und von Ginz´ Schwester Chava Pressburger in Prag herausgegeben.
Das Tagebuch samt weiterer Texte, Fotos, Zeichnungen und Bilder erscheint im März in deutscher Übersetzung von Eva Profousova im Berlin Verlag.

Copyright © 2006 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!