16.02.2006
Gremium soll Wettbewerbsfähigkeit stärken
(DTPA/MT) ZITTAU: Die Wettbewerbsfähigkeit des gemeinsamen Wirtschaftsraumes Sachsen, Niederschlesien und Nordböhmen soll mit Hilfe eines trilateralen Gremiums gestärkt werden. Dazu unterzeichneten Ministerpräsident Georg Milbradt, der Marschall von Niederschlesien, Pawel Wróblewski, und die beiden Regionspräsidenten von Liberec (Reichenberg), Petr Skokan, und von Hradec Králové (Königgrätz), Pavel Bradík, sowie der stellvertretende Regionspräsident von Pardubice (Pardubitz), Ivo Toman, heute in Zittau ein gemeinsames Kommuniqué. Damit soll eine engere dreiseitige Abstimmung von Vorhaben auf den Gebieten Wirtschaftsförderung, Verkehr, Umwelt, Raumentwicklung und Tourismus erreicht werden. Auf Initiative von Ministerpräsident Milbradt beschlossen sie, ein gemeinsames Gremium einzusetzen. Dieses soll Barrieren abbauen helfen, die sich vor allem aus unterschiedlichen Verwaltungsstrukturen ergeben. Die konstituierende Sitzung dieses Gremiums soll in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.
„Viele Unternehmer haben bereits erkannt, welche Chancen in grenzüberschreitender Expansion und Kooperation liegen. Doch trotz der Wachstumskerne Dresden, Reichenberg und Breslau sind wir noch weit von der alten wirtschaftlichen Stärke dieser einst führenden Wirtschaftsregion Europas entfernt“, so Ministerpräsident Milbradt. Dazu gehöre, dass die Wirtschaft in der Region noch zu oft auch an Grenzen verwaltungstechnischer Art stoße. „Wir merken das insbesondere bei Verkehrsvorhaben, von deren Realisierung für die regionale Wirtschaft viel abhängt. Das trilaterale Gremium soll daher künftig die Schnittstelle sein, die die unterschiedlichen zentralen und dezentralen Verwaltungsstrukturen auffängt und damit den Weg für zügige und pragmatische Lösungen öffnet“, erläuterte Milbradt die Aufgabe der Arbeitsgruppe.
Der sächsische Regierungschef betonte in diesem Zusammenhang die zentrale Bedeutung der kommunalen Zusammenarbeit. Von ihr würden wichtige wirtschaftliche Impulse für den Regionalraum ausgehen. Nicht zuletzt müssten sich mehr Menschen darum bemühen, die Sprache der Nachbarn zu lernen. Denn fehlende Sprachkenntnisse seien immer noch ein großes Hindernis für die regionale Wirtschaft, so Milbradt.

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