12.04.2001
Neues Mediengesetz: Sender müssen nachzahlen
(DTPA/DH) PRAG: Das vom tschechischen Abgeordnetenhaus verabschiedete neue Mediengesetz räumt den Betreibern von Radio und TV-Stationen in Tschechien eine Lizenzverlängerung von 8 bzw. 12 Jahren ein. Darüber hinaus verbietet das Gesetz die Fusion zweier landesweiter Rundfunk- oder Fernsehstationen, gestattet aber weitreichende Medienverflechtungen. Kulturminister Pavel Dostal kritisierte das neue Gesetz, da es zur Monopolisierung auf dem Medienmarkt führe.
Die beiden größten Sender des Landes, TV Nova und Prima haben durch das neue Mediengesetz zwar Anspruch auf eine Verlängerung ihrer landesweiten Sendelizenzen, müssen dafür aber insgesamt 200 Millionen Kronen (5,8 Mio. Euro)nachzahlen.
Bevor das neue Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch vom Senat und vom Staatspräsidenten gebilligt werden.

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