11.04.2001
Verständigung durch Studentenaustausch
(DTPA/WI) DRESDEN: In der Villa der Brücke/Most-Stiftung Dresden am "Blauen Wunder" fand ein trinationales Multiplikatorenseminar der Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS e.V.) statt. Die GFPS lud jeweils neun junge Studenten aus Polen, Tschechien und Deutschland in das modern ausgestattete Tagungshaus ein, um Methoden und Techniken der grenzüberschreitenden Seminarorganisation zu vermitteln. Am Beispiel altbewährter Veranstaltungen der GFPS wurde am ersten Tag die Organisation multilateraler Projekte geübt. Außerdem wurde die Antragstellung bei einer Stiftung theoretisch durchgespielt. Der zweite Tag begann mit der Vorstellung der Robert-Bosch-Stiftung sowie des Theodor-Heuss-Kollegs. Anschließend wurde die Zukunft und die Entwicklungsmöglichkeiten der ehrenamtlich arbeitenden Studentengemeinschaft besprochen. Eine Gruppenarbeit zu Fragestellungen der Trinationalität und ein anschließender Vortrag, der dieses von der theoretischen Seite beleuchtete, mündeten in eine Diskussion. Hier wurden Probleme, Möglichkeiten und Ziele der trinationalen Zusammenarbeit besprochen. Gegenüber den Chancen für die Verständigung zwischen den Völkern, der gegenseitigen Bereicherung und Befruchtung wurden auch die Schwierigkeiten zur Sprache gebracht. Von großer Bedeutung ist das Verständigungsproblem, die Unterschiede in der Mentalität und die Ausgrenzung bzw. Dominanz einer Gruppe. Die Seminarteilnehmer konnten sich jedoch beim Theaterbesuch und Party in den Räumlichkeiten der Brücke-Villa näher kommen und nationale Grenzen in lockerer Atmosphäre überwinden.

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