02.02.2006
3.333 Bücher schlagen Brücken
(DTPA/MT) CHEMNITZ: Vor fast drei Jahren konnte die TU Chemnitz eine "Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek" einrichten, für die seitdem zahlreiche Fachliteratur zu Sachsen und Tschechien in deutscher beziehungsweise in tschechischer Sprache beschafft wurde. Zum Jahreswechsel konnten bereits 3.333 Literaturtitel gezählt werden. Anlass genug für die Verantwortlichen und ihre Kooperationspartner, eine Zwischenbilanz zu ziehen.
"Wir freuen uns, dass die Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek derart viel Zuspruch erfährt", hört man aus dem Umfeld der TU-Bibliothekare. "Diese Bibliothek ist erstklassig und für mich von besonderer Bedeutung, weil ich hier vor Ort die notwendigen Bücher schnell bekommen kann. Inzwischen auch Filme und Belletristik in tschechischer Sprache, das ist schön für die Freizeit", lobt Radka Holeckova (Bild; Quelle: IHK), Doktorandin an der Professur für Marketing.
"Für uns und unsere Mitglieder ist die Bereitstellung wirtschaftlich und juristisch ausgerichteter Fachliteratur von besonderer Bedeutung, gerade im Hinblick auf die ständige Weiterentwicklung der Beziehungen zu Tschechien", stellt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südwestsachsen Hans-Joachim Wunderlich fest. „Die Weiterqualifizierung gerade im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet stellt eine wichtige Aufgabe dar“. Sowohl die IHK als auch die Regionalinitiative Südwestsachsen e.V. gehören zu den außeruniversitären Kooperationspartnern dieses interessanten Vorhabens, denen sich erst kürzlich das Leipziger Institut für Länderkunde e.V. angeschlossen hat.
Möglich wurde dies durch die EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg IIIA, die im Rahmen des "Sächsisch-Tschechischen Hochschulzentrums" die Kofinanzierung dieser Spezialbibliothek übernommen hat. Deren Nutzer umfassen zunächst einmal die Lehrpersonen und Studierenden der TU Chemnitz und anderer sächsischer Hochschulen. Gleichermaßen kann die Universitätsbibliothek mit ihrer sächsisch-tschechischen Spezialliteratur von externen Lesern kostenfrei genutzt werden. Interessant dürfte eine solche Nutzung zum Beispiel für Lehrer und Schüler, Unternehmer, Kommunalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und Kulturschaffende sein. Die "Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek" ist bestrebt, mit ihrem speziellen Angebot ein breites Publikum zu erreichen.
Angesichts solch großer Resonanz sollen die Aktivitäten des "Sächsisch-Tschechischen Hochschulzentrums" unter Einbeziehung der kontinuierlichen Erweiterung der "Sächsisch-Tschechischen Fachbibliothek" auch nach Beendigung der aktuellen Förderperiode fortgesetzt werden. "Dies würde sowohl das (europabezogene) Studienangebot unserer Universität unterstützen als auch einen praktischen Beitrag zur Verstetigung der Zusammenarbeit über die nur 30 Kilometer entfernte Grenze zu Tschechien leisten", bringt Prof. Dr. Peter Jurczek von der TU Chemnitz als Initiator und Koordinator dieses Projekts zum Ausdruck.

Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/STHZ/sthz_medien.html /> Sächsisch-Tschechisches Hochschulzentrum: http://www.tu-chemnitz.de/phil/geographie/st />
Bild zur Nachricht

Copyright © 2006 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!