20.01.2006
Licht & Schatten nach Grenzöffnung
(FM) BÄRENSTEIN: Von oben gesehen machen Bärenstein und seine tschechische Nachbarstadt Weipert (Vejprty) einen recht besinnlichen Eindruck. Doch im Detail trügt der Schein. Vier Wochen, nachdem im Zentrum von Bärenstein der Grenzübergang für Autos geöffnet wurde, sind die unmittelbaren Anlieger der Grenzstraße noch immer sauer. Sie bemängeln die fehlenden Parkplätze, die entweder überhaupt nicht mehr vorhanden bzw. aufgrund fehlenden Winterdienstes nicht benutzbar seien. So würden die Autofahrer regelrecht gezwungen, zu den tschechischen Märkten durchzufahren. Erst am 19. Januar wurde auf deutscher Seite begonnen, den Schnee abzufahren.
Einige Geschäfte stehen schon leer, ein Imbiss schließt nach Auskunft des Betreibers demnächst. Vor der Kamera möchten sich die befragten Geschäftsleute allerdings nicht mehr zu dem Thema äußern. Schließlich sei es jetzt sowieso nicht mehr zu ändern. Und so bleibt wohl auch beim liquidierten Grenzbaum zwischen Bärenstein und Weipert nur eine Erkenntnis: wo es Gewinner gibt, wird es auch immer Verlierer geben.

Bild: Schild in Bärenstein.
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