19.01.2006
Prognose nach Zyanid-Unfall in Tschechien
(DTPA/MT) DRESDEN: Die Wasserproben, die gestern Mittag (18.01.) gegen 12 Uhr wegen eines Zyanid-Unfalls in Tschechien in der Elbe bei Schmilka gezogen wurden, weisen nur geringfügige Spuren von Zyanid auf. „Kaum nachweisbar“, so das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium heute (19.01.) in Dresden. Der im Labor analysierte Wert liege bei 0,007 Milligramm pro Liter. Die Frage, ob die Welle mit erhöhten Schadstoffen damit in Schmilka „durch sei“ lässt sich laut Ministerium erst nach der Vorlage weiterer konkreter Messergebnisse beantworten. Der mögliche Schadstoff sei weder mit Auge noch Nase wahrnehmbar. Konkrete und damit zuverlässige Werte über einzelne Schadstoffe liefern einzig die Untersuchungen im Labor.
Als ein positives Zeichen für die Gewässergüte der Elbe am heutigen Donnerstag (19. Januar, 12.30 Uhr) wird der Zustand der Bioindikatoren in Schmilka – der Daphnyen – gewertet. Bis zum heutigen Vormittag konnte kein außergewöhnliches Verhalten der Tiere festgestellt werden. Die kleinen Wasserflöhe reagieren äußerst sensibel auf jede qualitative Veränderung ihrer Umgebung.
Seit dem gestrigen Abend liegen auch aktualisierte Prognosewerte der tschechischen Behörden vor. Diese sagen folgende Maximalwerte vorher: Schöna: 0,029 Milligramm pro Liter, Dresden: 0,027 Milligramm pro Liter und in Torgau: 0,025 Milligramm pro Liter. Auch beim Zeitpunkt gab es im Vergleich zur vorherigen Prognose eine leichte Korrektur. So sollen die erhöhten Konzentrationen in Schöna am Mittwoch 17.15 Uhr, in Dresden am Donnerstag um 14.45 Uhr und in Torgau am Freitag um Mitternacht auftreten bzw. aufgetreten sein.

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